Das Landesprogramm Kreativ.Quartiere Ruhr vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen  (MKW) will kulturelle und künstlerische Freiräume und frische Impulse für die Stadt fördern und somit den Wandel von der Industrie- zur Wissens-gesellschaft der Metropole Ruhr inspirieren. Dieser Umschwung soll auch in den europäischen Kontext gesetzt werden. In diesem viel-schichtigen Prozess begreifen wir uns als Moderator und Impulsgeber für eine kulturbasierte Stadt- und Quartiersentwicklung.

Seit 2012 sind 65 Projekte  in 15 Kreativ.Quartieren in 14 Städten in der Höhe von rund 2,58 Mio. Euro durch das MKW  gefördert worden (Stand August 2017).

 

 

12. Netzwerktreffen
© Serkan Akin,Sebastian Becker Photography/ecce

Netzwerktreffen: Das 12. Netzwerktreffen Kreativ.Quartiere Ruhr fand am 07. Dezember 2017 im SweetSixteen Kino in Dortmund statt.

Mehr Informationen
Bochumer Straße - Kreativ.Quartier Ückendorf, Gelsenkirchen
© Pedro Malinowski

Ückendorf - ein Stadtteil im Aufschwung: Unser Autor Jan Kempinski sprach mit Helga Sanders und Volker Bandelow über konkrete Pläne für das Kreativ.Quartier.

Zum Artikel
Streetart Dortmund Unionviertel
© Vlademir Wegener/ ecce

Förderung: Seit April gibt es neue Förderrichtlinien für das Landesprogramm Kreativ.Quartier Ruhr. Die letzte Antragsfrist für 2017 war am 01.09.2017. Informationen zum Förderjahr 2018 folgen.

Download Förderrichtlinien
Titelbild Urban Change II
© ecce

Urban Change: Urbaner Wandel II ist ab sofort auch auf Englisch verfügbar!

Download Urban Change II als pdf
©ecce
Das 2017 entwickelte Konzept „ConcordiART&BED“ hat die Jury überzeugt – am 17.11.2017 nahmen Annette Kritzler und Claudia Quick von der KulturMeile...
News Kreativ.Quartiere Ruhr Dortmund Echt.Nordstadt 2017
© juicy-pictures.com / Jenny Kiwosky
Ein Picknick inmitten der Innenstadt? Rasen inmitten von Beton und Pflastersteinen? Kunst inmitten von Schaufenstern und Ladenlokalen? All das gab es...
News Kreativ.Quartiere Ruhr Hamm 2017
© Sebastian Becker/ecce
„Salzburg hat den Jedermann und Witten hat den Faust“, scherzt Martin Kreidt von der Projektfabrik. Er hat in den letzten Monaten gemeinsam mit...
News Kreativ.Quartiere Ruhr Witten 2017
© ecce
Stand: Oktober 2016
Publikationen & Downloads Kreativ.Quartiere Ruhr 2017
© ecce
Stand: Dezember 2014
Publikationen & Downloads Kreativ.Quartiere Ruhr 2014
© ecce
Stand: Dezember 2011
Kreativ.Quartiere Ruhr Publikationen & Downloads 2011

Über Kreativ.Quartiere Ruhr

  • Kreativ.Quartiere Ruhr

    Die Wurzeln von Kreativ.Quartiere: RUHR.2010

    Ihre Wurzeln haben die Kreativ.Quartiere in der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010, die als erste Kulturhauptstadt Europas die Kultur- und Kreativwirtschaft als eine tragende Säule ihres Programms begriffen und im Sinne eines offenen Kulturbegriffs integriert hat. Auf Initiative von RUHR.2010/ecce trafen sich 2009 Künstler, Kreative, Kulturdezernenten und Wirtschaftsförderer der Region in Roundtables, um eine Förderung von Kunst und Kultur zu konzipieren, die den kulturellen Wandel antizipierend, die urbane Entwicklung im Ruhrgebiet vorantreibt. Dieser Ansatz wurde 2011 in die Nachhaltigkeitsvereinbarung des Landes Nordrhein-Westfalen  und des Regionalverbandes Ruhr zur Kulturmetropole Ruhr aufgenommen.

     

    Neues Förderprogramm startet

    2012 wurde das Förderprogramm in Abstimmung mit den Städten im Ruhrgebiet entwickelt und fortgeschrieben. Ziel des 2012 gestarteten Förderprogramms Kreativ.Quartiere Ruhr ist es, die Entstehung künstlerischer und kreativer Milieus zu unterstützen und zu forcieren, ganz bewusst auch wegen ihrer Einflussnahme auf urbane Entwicklungsprozesse um so, im nächsten Schritt, die Freisetzung wirtschaftlicher Effekte, die sich durch urbane Aufwertung und eine vermehrte Ansiedlung von kreativwirtschaftlichen Unternehmen ergibt, zu ermöglichen. Dies unter besonderer Berücksichtigung der Spezifika des Ballungsraumes Ruhrgebiet sowie unter dem Vorzeichen eines elementaren Strukturwandels und der dadurch unterschiedlichen Ausgangslage zu schon entwickelten Zentren wie etwa entlang der Rheinschiene.

  • Kultur macht Stadt – Herkunft und Zukunft

    Zusammenführung von Kunst und Leben

    Kunst und Leben zusammenzuführen hat im Ruhrgebiet eine Tradition, die bis zu einem der wichtigsten Kunstmäzene Deutschlands, Karl Ernst Osthaus (1874– 1921), zurückreicht. Er gründete unter anderem die Folkwang-Malschule (1901) sowie das damals noch in Hagen, heute in Essen angesiedelte MuseumFolkwang (1902); das Motto der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 "Wandel durch Kultur – Kultur durch Wandel" geht auf Osthaus zurück und stand bereits Pate für die Internationale Bauausstellung IBA Emscherpark (1989 – 1999), die den Strukturwandel im Ruhrgebiet u.a. durch Investitionen in Industriekultur vorantrieb.

    Schon die IBA verband städtebauliche, soziale, kulturelle und ökologische Strategien und investierte rund 2,5 Mrd. Euro in 120 Projekte im Ruhrgebiet. Anfang des 21. Jahrhunderts haben sich die Rahmenbedingungen des Strukturwandels wie die der Stadtentwicklung verändert – die öffentliche Hand hat in Europa kaum noch finanzielle Gestaltungsmöglichkeiten für große Infrastrukturinvestitionen. Das gilt insbesondere in jenen Städten Europas, die durch den Strukturwandel mit hohen Sozialkosten zu kämpfen haben. Der Strukturwandel im Ruhrgebiet ist im europäischen Kontext keine Ausnahme.

     

    Kreativwirtschaft als Motor

    Die Kreativ.Quartiere Ruhr wollen also ein Modell für eine kulturell-ökonomische Form der Stadtentwicklung in Europa sein. Die Städte stehen heute, bedingt durch den technologischen Wandel, vor neuen Erwartungen ihrer BürgerInnen und radikal geänderten Rahmenbedingungen ihrer Wirtschaft: Mehr Beteiligung, mehr Transparenz, mehr Mobilität und eine bisher nicht gekannte Dynamik durch die schnellen technologischen und digitalen Entwicklungen betreffen nicht nur Produkte und Produktion, sondern vermehrt auch soziale und urbane Strukturen.

    WLAN-Zugang ist längst nicht mehr nur eine Frage des Wirtschaftsstandorts, sondern betrifft auch die urbane Lebensqualität – als Treiber für die Attraktivität einer Stadt. Nicht zuletzt verändert sich deshalb auch die urbane Kultur und findet – dank der digitalen Welt und der sozialen Medien – auch ihre eigenen Kommunikationswege außerhalb etablierter medialer Strukturen in Print, Radio und TV. Die Frage ist: Was macht eine Kulturstadt in Zukunft aus? Bestandsinvestitionen in etablierte Institutionen oder die Finanzierung von Freiräumen für neue Formen kultureller und künstlerischer Entfaltung?


    Stadtentwicklung ist Lernraum für die Zukunft

    ecce ist überzeugt, dass die kulturelle, ökonomische und urbane Entwicklung mehr denn je ein Dialograhmen sein muss, in dem Interessen verhandelt werden und zu einer gemeinsamen Vision und daraus abgeleiteten Aktionen finden. Erst auf Basis einer integrativen Strategie, die durch einen Dialog mit allen in einem Quartier direkt Beteiligten entwickelt wurde, sollten Investitionen der öffentlichen Hand erfolgen – als Impulse und Anstöße für eine örtlich getragene Überzeugung , wie man "sein Quartier" entwickeln will. Das Programm Kreativ.Quartiere Ruhr versteht Quartier daher zuerst als kulturellen, sozialen Dialog- und Lernraumund nachfolgend als ökonomischen Raum. Doch welche Kräfte wirken in den Kreativquartieren, welche Interessen gilt es integrativ zu verbinden, um eine gemeinsame Vision zu erarbeiten? Ausgehend von der Kommunalverwaltung als langfristig stabiler Anker für Stadtentwicklung sind idealerweise die Kultur-, Wirtschafts- und Stadtplanungsdezernate in Quartieren gemeinsam tätig. Die strategische Kooperation der Handlungsfelder Kultur, Wirtschaft und Urbanität ist daher der Kern des Programms Kreativ.Quartiere Ruhr – nicht begrenzt auf Stadtverwaltungen, sondern gemeinsam mit ImmobilieneigentümerInnen, AkteurInnen der Kultur und Kreativwirtschaft und einzelnen KünstlerInnen. In Roundtable-Gesprächen in den Quartieren oder anderen Formen des Dialoges gestaltet sich Stadt zwischen Bottom-up- und Top-down-Strategien, angetrieben durch kulturelle Impulse.

  • Die Quartiere: Raum für neue Ideen

    Neue Perspektiven schaffen

    Wenn Verfallenes seinen morbiden Charme entfaltet und Bausünden der 60er Jahre im Retrolook glänzen, dann liegt dies an einer neu gewonnen Perspektive. In der Belebung durch eine neue Kultur von Alltag und Arbeit, zumeist durch Menschen getragen, die im Rahmen ihrer progressiven Lebenseinstellung und ihres kreativen Potenzials eine neue Wahrnehmung ihrer Umgebung generieren, wird Liebloses, Verworfenes oder Ignoriertes mit neuen Inhalten bestückt.

    In Bezug auf Stadtentwicklungsmaßnahmen können somit nicht nur "alte" Areale mit neuer Attraktivität versehen werden, sondern zudem neue Konzepte der Gestaltung von Lebensstrukturen, sowie Gemein- und Nachbarschaften als Ausdruck auch "sozialer Räume" entstehen.

    Mit seiner industriellen Vergangenheit und den vielfältigen Facetten seiner Städte und Kulturen ist das Ruhrgebiet nicht nur Bausubstanzgeber, sondern für neue räumliche Entdeckungen geradezu prädestiniert. Schon bereits jetzt und jenseits aller Vorstellungen von rauchenden Schloten sowie ungeachtet der trügerischen Wahrnehmung, die die Meldungen von kränkelnden Haushalten auslösen, enthält der Großraum, der sich gleichfalls zu einem Metropolraum entwickelt hat, viele interessante, faszinierende ja pulsierende Lebensareale und Arbeitsideen bereit.

    Und damit auch ganz neue Lebenseinstellungen, die Alltag und Kultur zusammenführen, mit dem Geist von Kreativität beleben, überraschend komisch und auch ernsthaft, ganz öffentlich oder in neugeborenen Hinterhöfen versteckt den Wandel nicht nur begleiten, sondern dezidiert beeinflussen. Wir laden Sie ein auf Entdeckungsreise zu gehen und ein anderes, buntes, neues Ruhrgebiet kennen und – bestimmt auch – lieben zu lernen.

  • Wen oder was fördert das Programm Kreativ.Quartiere Ruhr?

    Förderungswürdig sind kultur- und kreativwirtschaftlich motivierte Projekte, die einen nachhaltigen Impuls für die Entwicklung eines Quartiers geben – im Rahmen einer zuvor mit den Partnern vor Ort gemeinsamen erarbeiteten, integrativen Quartiersstrategie. So soll eine Basis der Anerkennung und Fortsetzung von Kooperationen auch nach Ende einer öffentlichen Förderung geschaffen werden. Der Grundsatz "Prozess – Dialog – Förderung" schafft einen gemeinsamen kulturell-sozialen Lernraum, der Basis für eine von AkteurInnen getragene, vor Ort verankerte Nachhaltigkeit sein kann. Antragsberechtigt sind Städte wie auch KünstlerInnen und Kreative bzw. Initiativen aus dem Ruhrgebiet in Kooperation mit den Kommunen.

    Visionen für Quartiere und Lebensraum, Konzepte zur Nutzung von Leerständen und Brachflächen werden im Dialog mit der städtischen Verwaltung, mit den AkteurInnen aus der Kreativwirtschaft, dem Kulturbereich, der freien Szene und öffentlichen sowie privaten Investoren entwickelt. Studien und Erfahrungen belegen: Stadtentwicklung sollte als integrativer Prozess stattfinden.  

     

    Zentrale Elemente des Förderprogramms Kreativ.Quartiere Ruhr sind:

    • Zielgruppengerechte Vorgehensweise und Identitätsfindung von Quartieren
    • Integrative Projektförderungen im Kultur- und Kreativwirtschaftsbereich
    • Roundtables im Dialog auf Augenhöhe mit Stadtverwaltung, Kulturschaffenden, KünstlerInnen und Kreativen sowie ImmobilieneigentümerInnen

    Im Rahmen des Förderprogramms Kreativ.Quartiere Ruhr berät ecce potenzielle AntragstellerInnen, moderiert und koordiniert Roundtables und Strategiefindung in den Quartieren vor Ort und bettet die lokalen Maßnahmen in einen regionalen und europäischen Kontext ein. ecce entwirft innovative Konzepte und Entwicklungsideen gemeinsam mit regionalen Partnern. 

     

    Unsere aktuellen Förderinformationen finden Sie HIER

  • Individuelle Förderung von Künstlerinnen, Künstlern und Kreativen

    Förderprogramm Kreativ.Quartiere Ruhr wird durch eine neue Säule verstärkt: 2016/2017 wird ecce mit dem Pilotprogramm der Individuellen Förderung von Künstlerinnen, Künstlern und Kreativen (IKF) im Ruhrgebiet innovative, interdisziplinäre und nachhaltige Fördermaßnahmen für KünstlerInnen und Kreative erarbeiten und erproben. Nachdem das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW  (MFKJKS) das ecce-Konzept für die IKF im Rahmen der neuen Landesinitiative zur Förderung von KünstlerInnen und Kreativen als Pilotprogramm für das Ruhrgebiet offiziell freigegeben hat, sind die Weichen für den Start der IKF im Pilotraum Ruhr gestellt. Die Förderung wird sich an KünstlerInnen und Kreative sowohl in den Kreativ.Quartieren als auch ruhrgebietsweit richten.

     

    Nähere Informationen zu dem Pilotprogramm Individuelle Förderung von Künstlerinnen, Künstlern und Kreativen finden Sie HIER

  • AnsprechpartnerInnen

    Stefanie Rogg

    Projektmanagement

    Telefon: +49 (0) 231 222 275 53

    E-Mail: rogg(at)e-c-c-e.com

     

     

    Anne Windheim

    Projektassistenz

    Telefon: +49 (0) 231 222 275 24

    E-Mail: windheim(at)e-c-c-e.com