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Annelieses Wohnzimmer

© Volker Pohlüke

Anneliese ist allein und lebt zurückgezogen in der Dortmunder Nordstadt. Der Besuch im Museum scheitert am fehlenden Geld für den Friseur. Dennoch möchte sie, wie auch andere SeniorInnen, an Kultur Teil haben. Daher wird Annelieses Wohnung um ein öffentliches Wohnzimmer erweitert – ein leerstehendes Eckladenlokal am Borsigplatz in der Oesterholzstraße 103. Dieses Wohnzimmer ist Galerie, Bühne und Kino zugleich und die Tür steht für jeden offen. Hierher kann man Kultur holen und genießen, neue Kontakte knüpfen, Raum um ein Lieblings- Möbelstück erweitern oder Anneliese einfach „Hallo“ sagen. Denn die 94-jährige Anneliese steht Pate für das Konzept: Die SeniorInnen gestalten sich ihr selbstbestimmtes Kulturprogramm und werden von NachbarInnen, der Künstlergruppe 103, Quartiers- und SozialarbeiterInnen auf allen Ebenen eingebunden wie unterstützt. Ziel sind eine aktive Teilhabe, intergenerationeller Dialog, gemeinsame Kulturarbeit und kreative Nutzung lokaler Ressourcen aus Kultur, Sozialarbeit und Leerstand. Finanziell gestemmt wird das Projekt zum Großteil durch den gemeinnützigen Verein Machbarschaft Borsig e.V. sowie durch die IKF.