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Postproduktion für den Kurzfilm ''Duisburg, 26. August 1984''

Der Kurzfilm beschäftigt sich mit einem Brandanschlag auf ein von GastarbeiterInnen bewohntes Haus im Duisburger Stadtteil Wanheimerort.

© Patrick Lohse

Der Kurzfilm beschäftigt sich mit einem Brandanschlag  auf ein von GastarbeiterInnen bewohntes Haus im Duisburger Stadtteil Wanheimerort. In der Nacht vom 26. auf den 27.8.1984 kamen dabei sieben Menschen ums Leben. Die Polizei schloss trotz der unübersichtlichen und teils widersprüchlichen Beweislage einen politischen Hintergrund noch vor Abschluss der Ermittlungen aus. Die Brandursache blieb für Jahre ungeklärt. Erst in den 1990er Jahren wurde eine Person als ''psychisch kranke Einzeltäterin'' zufällig  festgenommen.

Über 30 Jahre später wird eine Initiative auf den Fall aufmerksam und beginnt zu dem Anschlag zu recherchieren. Durch ein Interview mit der Initiative in der WAZ werden die Überlebenden und Angehörigen auf die Recherchen aufmerksam. Gemeinsam fordern sie nun eine Neubewertung des Falls. Nicht nur im juristischen, sondern auch in einem gesellschaftlichen Sinn. Und sie fordern einen angemessenen Ort des Gedenkens und Erinnerns.  

Im Film wird der Brand, seine politische Dimension und die gesellschaftlichen Verhältnisse in die er eingebettet ist ausschließlich durch Archivmaterial und Requisiten in einer Studiosituation visualisiert. Eine zweisprachige Narration aus dem Off kommentiert, benennt Lücken und Leerstellen.