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Zeitzeug_Festival

© Zeitzeug_

Seit sechs Jahren wird auf Initiative einiger Studierender der Ruhr-Universität hier, in der Studierendenstadt Bochum, einmal jährlich das Zeitzeug_Festival der performativen Künste veranstaltet. Auch 2018 gibt es ein Organisationsteam, das die Planungen für die sechste Ausgabe des Festivals übernimmt. Die diesjährige Zeitzeug-Ausgabe steht unter dem Motto ''Empowerment'' und findet an insgesamt vier Tagen vom 15. bis zum 18. November 2018 an ganz unterschiedlichen Spielorten Bochums statt.

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Welche KünstlerInnen treten bei Zeitzeug_ auf?

Gerade für junge KünstlerInnen, die zwar bereits eigene Arbeiten produzieren, sich jedoch noch nicht in der Szene etabliert haben, ist es oft schwer über die Grenzen der eigenen Region hinaus sichtbar zu werden und ihre Projekte dort einer Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Initiative versteht sich daher als Plattform für eben diese KünstlerInnen auf der Schwelle zur Professionalität. Grundsätzlich richtet sich das Format an KünstlerInnen aller Sparten. AkteurInnen aus den Bereichen Theater, Tanz, Performance, Installation, Medienkunst und musikalische Komposition können sich bei Zeitzeug_ genauso präsentieren, wie klassisches Regietheater, Workshops oder Gesprächsformate. Die Öffnung für jegliche künstlerische Arbeits- und Ausdrucksweisen ist bewusst und die Repräsentation zahlreicher künstlerischer Techniken soll bei jeder Festivalausgabe angestrebt werden.

Im Juni wurde die Ausschreibung für künstlerische Beiträge für das Zeitzeug_ 2018 veröffentlicht. Um Diversität zu fördern und die Stadt auch für Perspektiven von Außerhalb zu öffnen, hat sich die diesjährige Ausschreibung an KünstlerInnen aus ganz Europa gerichtet.

Wo findet Zeitzeug_ 2018 statt?

Die Spielorte des Zeitzeug_Festivals verteilen sich auf den gesamten Bochumer Stadtraum. Das Bestreben der Initiative ist es, jedes Jahr auch neue Orte in Bochum zu erkunden, zu bespielen, zu vernetzen und sichtbar zu machen. Dieses Jahr kann das Zeitzeug_Festival auf alte Bekannte wie z.B. das Musische Zentrum der Ruhr Universität Bochum und die Rottstraße-Kunsthallen zählen. Doch auch neue Freunde, wie etwa das Zeitmaul Theater, der Schumacher Club und der BIOKU Unverpackt Laden als Festivalzentrum unterstützen Zeitzeug_ in seinem Bestreben, Orte der freien Theaterszene miteinander in Verbindung zu bringen.

Wer realisiert Zeitzeug_ ?

Über das Jahr verteilt trifft sich das Zeitzeug_Team mindestens einmal wöchentlich in dem eigenen Büro an der Ruhr-Universität Bochum und befindet sich dauerhaft im regen Austausch mit der Ruhr-Kulturszene und verschiedenen universitären Organen (AStA der RUB und FachschaftsvertreterInnenkonferenz), aber auch mit regionalen KünstlerInnen und Initiativen. Beispielsweise mit der ''Theatermaschine'' in Gießen und dem Festival ''Transeuropa'' in Hildesheim bestehen enge Verbindungen und künstlerischer Austausch. Das Engagement der Beteiligten bei Zeitzeug_ findet auf ehrenamtlicher Basis statt. Die an der Koordination beteiligten Studierenden kuratieren, organisieren und betreuen das Festival während der Vorbereitung sowie am Festival-Wochenende in Eigenregie. Das Team befindet sich von Jahr zu Jahr in personellem Wandel und bleibt dadurch stets lebendig. 2018 besteht das Koordinationsteam aus insgesamt sieben Studierenden verschiedener Fachrichtungen.

Was ist für Zeitzeug_ 2018 zu erwarten?

Mit dem Motto ''Empowerment'' öffnet sich das Zeitzeug_Festival 2018 gezielt politischen Arbeiten und sucht entsprechenden Austausch. Wo liegen Möglichkeiten zum Handeln? Wer agiert mit wem gegen wen auf welche Kosten? In diesem Jahr richtete sich die Ausschreibung dementsprechend nicht nur an performative/szenische/installative Arbeiten, sondern auch an Gesprächsformate, Aktionen und Workshops. Die Zuschauenden sind nicht nur dazu geladen zu beobachten und zu kommentieren, sondern werden selbst Akteure, machen mit, verhandeln. Aus der politischen Forderung für Empowerment heraus konnte zusammen mit der DGB-Jugend eine Kooperation entstehen, die der Frage ''Wer fördert wen?'' in Form einer Podiumsdiskussion am letzten Festivaltag nachgeht. Hierzu sind neben Förderern auch PolitikerInnen und Kulturschaffende/ Assoziierte geladen, um mit allen Interessierten in konstruktiven Austausch zu treten. Um außerdem die künstlerische Vernetzung voran zu treiben sowie auch über die Kunst hinaus miteinander in Kontakt zu treten, wird – wie in bisher jedem Jahr – eine Abschlussfeier stattfinden, die das Zeitzeug_Festival 2018 zu einem Ort für jedeN macht.

Zeitzeug_ Festival Programm

Zeitzeug_ Festival Programm