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imagined communities|invented traditions

© Silke Schönfeld

Wirkungsvoll inszenieren sich die ''Neuen Rechten'' durch Imagefilme in den sozialen Medien. Ihr Einflussbereich und die Zahl ihrer Anhängerschaft werden durch die mediale Repräsentation aufgebauscht. Silke Schönfeld  begab sich mit Kameramann Tommy Scheer   auf Spurensuche im analogen Raum.

Die selbsternannte Bürgerinitiative ''Ein Prozent e.V.'' wurde 2015 vom rechten Verleger Götz Kubitschek im sächsischen Kurort Oybin gegründet. In Kubitscheks Wahlheimat Schnellroda hat das Institut für Staatspolitik (IfS) seinen Sitz. Silke Schönfeld übernachtete dort in der Gaststätte ''Zum Schäfchen'', wo vergangenen September eine Sommerakademie zum Thema ''Parteienherrschaft'' stattfand. In Erfurt Marbach filmten sie ein Baugrundstück, auf dem Ein Prozent e.V. Holzkreuze errichtet hat, um den Bau einer Moschee zu verhindern. In Schöngleina sah sich Silke Schönfeld den Zaun an, den Ein Prozent e.V. um eine Unterkunft für unbegleitete minderjährige Geflüchtete gezogen hat, um deutsche Tradition und Kultur vor dem Einfluss der neu Zugezogenen zu schützen. In Standbildern wollen sie mit der Kamera Eindrücke von Orten und Menschen festhalten.

Die filmische Reise nimmt im sächsischen Oybin eine ungeahnte Wendung, wenn die historischen Mönchszüge in den Fokus rücken. Es soll eine Konfrontation stattfinden – vor allem mit den eigenen Vorurteilen gegenüber ''Dunkeldeutschland''.

 

Unser Redakteur Marius Hanke hat sich mit Silke Schönfeld unterhalten - hier geht´s zum Artikel