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untitled (a refusal of leave to land)

© Marian Mayland

untitled (a refusal of leave to land) ist ein essayistischer Kurzfilm über ein Kriegsgefangenenlager aus dem 2. Weltkrieg, die Rüstungsindustrie im Ruhrgebiet und das Verhältnis von individuellem und kollektivem Gedächtnis. Ausgehend von seiner Kindheitserinnerung an das Auffinden eines Fossils, das Teil einer Eisenbahnstrecke war, will der Filmemacher Marian Mayland  den Verbindungen zwischen dem ehemaligen Kriegsgefangenenlager Stalag VI F in Bocholt und der Firma Krupp in Essen nachgehen.

Im Ruhrgebiet, in dem positive Identifikationsmerkmale im Vergleich zu anderen Ballungsgebieten in NRW und Deutschland tendenziell fehlen, steht die Firma Krupp in vielen Köpfen noch immer für Arbeit, Wohlstand und Fürsorge. Die zentrale Rolle von Krupp und der gesamten Schwerindustrie im Nationalsozialismus ist ein Thema, das im Ruhrgebiet nach wie vor nur wenig öffentlich behandelt wird. Diesem Umstand nimmt sich Mayland an.

Material für den Film soll hauptsächlich in Bocholt und Essen gedreht, sowie Archivmaterial zum Krupp-Prozess aus dem Nationalarchiv der Vereinigten Staaten in Washington digitalisiert werden. Marian Mayland, geboren 1988, studierte Kunst im Master am Institut Kunst in Basel und an der KKH Stockholm bei Peter Osborne Philosophie im Kontext von Kunst. Seine Kurzfilmarbeiten werden in verschiedenen Kontexten in Europa gezeigt, zuletzt u.a. beim IDFA Amsterdam  , der transmediale Berlin  und den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen .

 

Termine

 

26. April 2019, 18h

Filmpremiere

untitled (a refusal of leave to land)

Im Filmtheater Hasetor  in Osnabrück

 

untitled (a refusal of leave to land) (Excerpt/Preview)