| Individuelle KünstlerInnen Förderung, Geförderte Projekte IKF, Individuelle künstlerische Entwicklung

Brennpunkt

© Ann Roy

Hinter dem Arbeitstitel ''Brennpunkt'' verbirgt sich ein 250 Seiten langer Roman der Autorin Lisa Roy, der größtenteils im Essener Norden spielt. Leserin und der Leser folgen einer namenlosen Erzählerin, die nach einem psychischen Zusammenbruch aus dem Düsseldorfer Medienviertel in ihre Heimat flieht. Parallel dazu erzählt Brennpunkt die Geschichte zweier junger Mädchen, die im Essener Norden verschwunden sind. Ihr Verschwinden und die damit einhergehende Berichterstattung, Suchtrupps und Polizeipräsenz legen die dörflichen Strukturen des armen Stadtviertels frei. Die Protagonistin findet sich schnell in dem Leben und unter den Menschen wieder, die Sie zwölf Jahre zuvor hinter sich ließ. Ein dritter Handlungsstrang beleuchtet das ungeklärte Verschwinden der Mutter der Protagonistin, welches Verwoben ist mit der geheimnisvollen Großmutter der Erzählerin. Während es um die emotionale Entwicklung der Protagonistin geht, sollen auch die ökonomischen, religiösen und kulturellen Strukturen in den Parallelgesellschaften im Ruhrgebiet beleuchtet werden.