| Geförderte Projekte IKF, Thematische Bewerbung, Individuelle KünstlerInnen Förderung

Katernberg Labor

© Florian Krohm

Partizipative Gestaltungsweise und der Einfluss von Technologie auf soziale Strukturen - das sind Kernthemen des Industrial- and Social-Designers Florian Krohm . Beim partizipativen Design geht es darum, den Endnutzer eines zu entwickelnden Produktes aktiv in den Gestaltungsprozess miteinzubeziehen. Dies hat den Vorteil, dass Ideen und Konzepte genau auf die speziellen Probleme der Menschen reagieren können. Jospeh Beuys stellte einst die These auf, dass jeder Mensch ein Künstler ist. Beim partizipativen Design besteht die Qualität des Gestalters darin, die Kreativität der Mitwirkenden anzuregen, zu fördern und sie durch methodisches Vorgehen selbst ihre Umwelt aktiv gestalten zu lassen. Moderne Technologien können dabei effektiv helfen. Unsere Welt hat sich durch die Digitalisierung bereits drastisch verändert und wird dies auch in Zukunft noch tun. Umso wichtiger ist es daher, den Einsatz digitaler Mittel zu testen, zu vermitteln, aber auch kritisch zu hinterfragen. 

In seiner Arbeit möchte er deshalb untersuchen, wie technologische Errungenschaften im Rahmen der Industrie4.0 dazu genutzt werden können, Menschen dazu zu befähigen ihren eigenen Stadtteil mitzugestalten und eine neue Form lokaler, urbaner Produktion aufzubauen. Als Durchführungsort hat er sich für den Essener Stadtteil Katernberg entschieden, da dieser durch viele Jugendliche, einen hohen Migrantenanteil und einen hohen Prozentsatz an Menschen, welche existenzsichernde Leistungen beziehen, sowohl das Potenzial, als auch einen Bedarf nach kreativer Zukunftsgestaltung hat. Dort möchte er ein Labor ansiedeln, das den Bewohnern offen steht und sie in Kontakt mit Techniken wie 3D Druck, Microcomputern, oder Robotik kommen können.

Text: Florian Krohm

 

Termin

6. März, 15-18h

Workshops für 3D-Druck

Viktoriastr. 5

45327 Essen

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