| Individuelle KünstlerInnen Förderung, Geförderte Projekte IKF, Individuelle künstlerische Entwicklung

Verfemten Komponisten eine Stimme geben

© H.D. Oelmann

Mit diesem Projekt eröffnet die Violin-Solistin Liv Migdal eine neue künstlerische Schaffensphase in der sie sich Komponisten widmet, die in der NS-Zeit verfemt waren: Sie wurden verfolgt und/oder ermordet. Ihre Werke - komponiert unter existentiellen Extrembedingungen - möchte die Musikerin erschließen und entschlüsseln. Für diese Aufgabe stellt sie sich nicht nur der interpretatorischen Herausforderung, sich mit den Werken in Bezug auf die musikalische Struktur und den historischen Entstehungskontext auseinanderzusetzen, sondern auch einer umfassenden Recherchearbeit, da die Aufzeichnungen zu einem großen Teil noch nicht frei zugänglich sind. Hierfür sucht sie verschiedenste Archive in Deutschland, Tschechien und Israel auf um sich im Anschluss die Werke anzueignen, also einzustudieren. Durch deren konzertante Aufführung und der audiovisuellen Produktion (DVD und online) rückt Liv Migdal  einen bislang unterbelichteten Bereich der jüngsten Musikgeschichte in den Blick der Öffentlichkeit.