| Individuelle KünstlerInnen Förderung, Geförderte Projekte IKF, Individuelle künstlerische Entwicklung

Mein Weg nach Deutschland

© Reem Helou

Seit 2015 lebt die syrische Künstlerin Reem Helou aus Damaskus in Deutschland. Aufgrund der sich verschärfenden politischen Situation musste sie wie viele andere ihr Heimatland verlassen. Ihre Flucht nach Europa bewältigte die Bühnenbildnerin und Illustratorin mit zwei weiteren Frauen und landete schließlich in Dortmund.

Das Stipendienprogramm der IKF greift bei Helou auf mehreren Ebenen: Mittelfristig möchte sie sich auf künstlerischer Ebene mit ihrer Flucht auseinandersetzen. Auf lange Sicht lautet das Ziel in Deutschland als Künstlerin Fuß fassen und die künstlerische Existenz erneut aufzubauen; denn nicht nur ihre Arbeitsmaterialien sondern auch ihr dort funktionierendes Netzwerk blieben in Ihrer Heimat zurück.

Vor der Förderung durch die IKF arbeitete Helou bereits als Bühnenbildnerin im Theater Oberhausen für das griechische Drama MEDEA unter der Regie von Wihad Suleiman. Um aber ihre Erlebnisse der Flucht aufzuarbeiten scheint ihr das Medium der Illustration geeigneter, möchte diese in Zeichnungen und Illustrationen übersetzen. Basis hierfür bieten die schriftlichen Aufzeichnungen ihrer Reise zusammen mit einer ihr Wegbegleiterinnen; dabei changieren die Beschreibungen zwischen traurig, erschreckend, grotesk und absurd. Mit der Hinwendung zur Illustration beginnt ein neuer Werkzyklus, der Raum schafft, um mit verschiedenen Arbeitsweisen und Materialien zu experimentieren.