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Nucleus

© Tobias Bieseke

Nucleus ist ein experimenteller Kurzfilm des Regisseurs Tobias Bieseke, ausgerichtet am Korsakow-System nach Florian Thalhofer.

Im Mittelpunkt der Story steht der Forscher Falk Marna (gespielt von Christoph Gummert), dem es es gelungen ist, durch Bakterien eine Flüssigkeit zu synthetisieren, die eine Form von Kommunikation in Kohlenstoff Atomen sichtbar macht. Falk meint zu erkennen was die Seelen seiner Mitmenschen im tiefsten inneren lenkt. Yolanda, seine Kollegin hält den angeregten Zustand der Kohlenstoffatome, nicht für eine Verschwörung der Natur, sondern für eine wahnhafte Projektion von Falk...

Gedreht wird der Experimental in den Straßen Dortmunds sowie im Dortmunder U (erste Etage KiU / Fachhochschule Dortmund), wo der Film Ende 2017 auch präsentiert wird. Die Besonderheit dieser Arbeit ist, dass sich sowohl die Erzählstruktur des Films als auch dessen Präsentation nach dem sogenannten Korsakow-Systems nach Florian Thalhofer ausrichtet: Eine non-lineare, random-gesteuerte Erzählform, die sich bisher im Wesentlichen bei Dokumentarfilmen bewiesen hat. Tobias Bieseke macht mit seinem Kurzfilm die Probe aufs Exempel und untersucht, ob sich dieses System auch auf dramatisch-narrative Geschichten anwenden lässt - ohne Spannung und dramatische Strukturen zu verlieren.