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Studie: World Cities Culture Finance Report

In den Mitgliedsstädten werden große Mengen öffentlicher und privater Gelder für die Kultur ausgegeben. Trotz der Bedeutung dieser Ausgaben ist das Wissen über deren Umfang und Auswirkungen jedoch begrenzt.

© frei nach Creative Commons Marcel Schewe

Der World Cities Culture Finance-Bericht  ist die erste global vergleichende Studie, in der untersucht wird, wie viel für Kultur in den Städten der Welt aufgewendet wird, von wem das Geld ist und wohin das Geld fließt. Es soll den politischen EntscheidungsträgerInnen helfen, sich des gesamten "Werkzeugsatzes" der Optionen zur Unterstützung der Kultur bewusst zu sein und ihnen das Wissen zu geben, das sie benötigen, um eine immer komplexer werdende Finanzierungslandschaft zu verstehen und zu steuern.

Einblicke sind: Neben einer einleitenden vergleichenden Analyse enthält der Bericht detaillierte Profile der Kulturförderlandschaft in 16 Mitgliedsstädten: Amsterdam, Brüssel, Istanbul, London, Los Angeles, Moskau, New York City, Paris, San Francisco, Seoul, Shanghai, Shenzhen, Stockholm, Sydney, Tokio und Toronto.

- Über 60% aller öffentlichen Kulturmittel werden von der Stadt und der lokalen Regierung bereitgestellt

- In den Städten der Vereinigten Staaten wird die Kulturförderung durch private Spenden bestimmt

- Chinesische Städte legen mehr Wert auf Investitionen in neuere und kommerziellere Kulturformen und insbesondere in die Kreativwirtschaft

- In den USA und in Großbritannien dominieren Privatpersonen durch das private Spenden an Kultur

- In Asien dominieren Unternehmen als private Spendenkörper

Indirekte öffentliche Mittel, einschließlich Steuererleichterungen und steuerliche Anreize, gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die Städte müssen besser werden, um dies zu erfassen und ihre Auswirkungen zu messen. Daten zur Kulturförderung sind jedoch nicht leicht zu erheben. Die Erstellung dieses Berichts dauerte achtzehn Monate, sodass eine eingehende Zusammenarbeit zwischen dem BOP-Forschungsteam  und den oben aufgeführten Mitgliedsstädten erforderlich war.

Viele Menschen wissen möglicherweise nicht, dass öffentliche Gelder auch von anderen Abteilungen als Kulturministerien in den Kultursektor fließen. Zum Beispiel tätigen viele Bildungshaushalte lange Zeit Ausgaben für Kultur und Kunsterziehung. So auch das european centre for creative economy (ecce), dass seinen Ursprung in der Kulturhauptstadt RUHR.2010  hat, welche die Kultur- und Kreativwirtschaft als tragende Säule ihres Programms begriffen und als Bestandteil der kulturellen Vielfalt anerkannt hat. ecce  engagiert sich seitdem für die konkrete Unterstützung der AkteurInnen aus kreativwirtschaftlichen Bereichen sowie die Entwicklung von Orten und Räumen für Kreativität und treibt die Kommunikation des Ruhrgebiets als Standort der Kultur- und Kreativwirtschaft voran. In den letzten zwei Jahrzehnten ist das Interesse anderer Stadtverwaltungen an der Frage gewachsen, wie die Kultur ihnen helfen kann, ihre eigenen Ziele zu erreichen und ob dies die Attraktivität und Vitalität von Stadtzentren und Stadtvierteln erhöht, Touristen anzieht und Investitionen fördert.