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Studie: Virtual, Mixed und Augmented Reality in NRW

Die Möglichkeiten von Virtual-, Mixed- und Augmented Reality (VR, MR und AR) faszinieren die Welt seit einigen Jahren

© frei nach Creative Commons TED Conference

VR Brillen werden immer mehr Bestandteil des alltäglichen Medienkonsums. Namenhafte Spiele wie Pokémon GO werden von Fans und Kritikern hoch gelobt. Das Landesprogramm Kreativ.Quartiere Ruhr  förderte in den vergangenen Jahren auch Projekte mit dem Schwerpunkt VR-, MR- und AR-Branche wie das Places Festival  in Gelsenkirchen, bei dem an außergewöhnlichen Orten eine virtuelle Realität erlebt werden konnte. Auch die Unreal Virtual-Reality-Ausstellung  im NRW-Forum in Düsseldorf zeigt, wie viel Potenzial in diesen Entwicklungen auch für die Künstlerszene steckt.

Doch wie sieht die Zukunft aus? Bleibt es bei einem Hype oder wird der Markt boomen?

Eine Studie der TH Köln  beschäftigt sich mit genau dieser Frage. Dazu wurde eine Umfrage mit 43 Unternehmen, sowie 13 ExpertInnen aus der VR, AR und MR Branche in Nordrhein-Westfalen über die aktuellen und prognostizierten Perspektiven des Marktes am Standort NRW durchgeführt. Dabei sollte vor allem untersucht werden, wie man eine Förderung der Region und die Bindung an diese ermöglichen könnte.

Besonders interessant ist, dass neben dem „guten Zugang zu potenziellen MitarbeiterInnen und KundInnen“ auch die „Nähe zur Kreativ- und Medienwirtschaft“ als bedeutsam gilt, in Köln sogar für den wichtigsten Vorteil gehalten wird. Außerdem sprechen sich die Unternehmen für eine Sensibilisierung von „Film- und Medien-Studierende für die Potenziale des Mediums“ im Hinblick auf eine mögliche Ausbildung in diesem Bereich aus. Der Studiengang „Virtual Reality Management“  in Köln und Bielefeld ist ein weiterer Schritt zu einer Etablierung des Berufsfelds. Die Kunst und Unterhaltungsbranche wird, neben der Branche Medien, Information und Kommunikation, gleichzeitig als einer der größten potenziellen Kunden gesehen.

Der Standort NRW wird von 40% der befragten Unternehmen als „wichtig oder sehr wichtig“ eingeschätzt. In Anbetracht der internationalen Orientierung des Marktes kann diese Entwicklung als erfreulich angesehen werden. Bestrebungen zur Vernetzung der Unternehmen, um konkurrenzfähiger zu werden, könnte zu einer Standortverbundenheit und -stärkung führen. Von einer Ansiedelung und einem Bestehen der Unternehmen könnte das Bundesland vor allem durch Schaffung von Arbeitsplätzen, auch im Umfeld der Firmen, nachhaltig profitieren.

Hologramme, die Erstellung virtueller Geschäfte und die Möglichkeit per VR live an einem Basketballspiel teilzunehmen werden sicher auch in Zukunft die KünstlerInnenszene weiter inspirieren.

 

Informationen zum Unterschied VR, AR, MR

Link zur Studie