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Studie: “Impact” Anleitung für Museen, Bibliotheken, Archive und Galerien

Anleitung zur Messung von „Impact“ (= Auswirkungen) kultureller Organisationen

© frei nach Creative Commons Europeana EU

In heutigen Zeiten wird versucht alles messbar zu machen um Investitionen zu rechtfertigen. Auch der kulturelle Sektor, in dem meist Kapital aus der Gesellschaft wie z.B. Steuergeld investiert wird, ist davon betroffen. Man erhebt BesucherInnenzahlen, Daten aus Sozialen Medien, Ticketverkäufe und im Grunde alles, was sich quantifizieren lässt.

Nicht zählbar sind jedoch Effekte einer Ausstellung oder eines Projektes, wie veränderte Einstellungen, neue Ideen und Schaffung von Werten. Von diesen geht zum Beispiel das Konzept aus, das dem Landesprogramm Kreativ.Quartiere Ruhr  zugrunde liegt: Durch Kunst soll sich mittels des sog. „Spillover“-Effekts auch die Stadt und Umgebung verändern und positiv profitieren.

Viele stehen jedoch ratlos vor der Aufgabe, diese Effekte messbar zu machen. Daher brachte die Europeana Foundation  eine Anleitung zur Messung von „Impact“ (= Auswirkungen) kultureller Organisationen heraus. Diese erklärt übersichtlich und mit Beispielen versehen, wie eine solche Erhebung erfolgen kann.

Die Methode dieser Anleitung ist in vier Phasen aufgeteilt. Die erste Phase ist dafür da zu überlegen, welche Informationen wie gesammelt werden sollten. Im Handbuch wird vor allem diese Phase im Verlauf detailliert erklärt. Bei der zweiten Phase handelt es sich um das Sammeln von Daten und Phase drei beschäftigt sich mit der Auswertung. In Phase vier schließlich soll darüber nachgedacht werden, welche Erkenntnisse sich für die Zukunft aus der Erhebung schließen lassen.

Vom ersten Kick-off Workshop bis zum „Measurement Workshop“ in Phase eins wird erläutert, wie man das Team von der Messung der Auswirkungen überzeugen kann. Dazu stellt das Handbuch mögliche Präsentationen und Hintergrundmaterial zur Verfügung. Das Konzept ist darauf ausgelegt, dass man kaum Vorkenntnisse braucht, sondern diese sich Stück für Stück im Laufe des Prozesses erarbeitet. Innerhalb des Playbooks  selbst werden wichtigste Begriffe einfach und anschaulich erklärt. Auch sind die einzelnen Schritte mit einer To-Do List beschrieben, die nicht nur die wichtigsten inhaltlichen Punkte, sondern auch die ein oder andere Kaffeepause mit einplant.

Das Playbook richtet sich im Titel zwar an Museen, Bibliotheken, Archive und Galerien, kann aber auch problemlos von Mitarbeitenden anderer Institutionen genutzt werden. Es gibt eine gute Anleitung an die Hand und zeigt, wie man gemeinsam im Team eine Evaluation planen kann.