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Studie: Beitrag der Kunst- und Kulturindustrie zur britischen Wirtschaft

Ziel des Berichts ist es, ein aktuelles Bild der Beiträge zu geben, die Kunst- und Kulturaktivitäten im Vereinigten Königreich zu nationalen und regionalen Wirtschaftsindikatoren zusteuern.

© frei nach Creative Commons Pedro Szekely

Der vorliegende Cebr  (Centre for Economics and Business Research) Bericht für den Arts Council England  informiert über den wirtschaftlichen Beitrag der Kunst- und Kulturindustrie zum Vereinigten Königreich und seinen nationalen und regionalen Volkswirtschaften. Es ist eine zweite Aktualisierung der ursprünglichen Studie, die im Jahr 2013 durchgeführt wurde. Der Bericht basiert weitgehend auf offiziellen Daten, die vom ONS 2015 zur Verfügung gestellt wurden.

Die Jährliche Konjunkturumfrage enthält Wirtschaftsindikatoren, einschließlich Einnahmen, Produktionskosten und Wertschöpfung in Hunderten von disaggregierten Branchen. Die volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen dienen dazu, die zusätzlichen Beiträge zu ermitteln, die durch die Bereitstellung von Kunst und Kultur durch die Regierung und den Dritten Sektor geleistet werden. Als dritter Sektor in der Gesellschaft werden häufig die sozialen Organisationen neben dem Staat (= erster Sektor) und der freier Wirtschaft (= zweiter Sektor) bezeichnet. Die Aufgaben, die der sog. Dritte Sektor übernimmt wachsen, da der Staat immer mehr Verantwortung abgibt. Ziel des Berichts ist es also, ein aktuelles Bild der Beiträge zu geben, die Kunst- und Kulturaktivitäten in England und dem Vereinigten Königreich als Ganzes zu nationalen und regionalen Wirtschaftsindikatoren wie BIP und Beschäftigung beitragen.

Die breiteren Multiplikatoreffekte der Kunst- und Kulturindustrie werden anhand britischer und regionalen Input-Output-Modelle untersucht. Diese Modelle werden verwendet, um den wirtschaftlichen Fußabdruck der Industrie durch ihre Lieferkettenbeziehungen nachzuverfolgen. Die Multiplikatoreffekte führen zu Produktion und Beschäftigung in diesen Sektoren und erhöhen die Einkommens- und Angestelltenausgaben in der Gesamtwirtschaft.

Diese Methode bietet die Möglichkeit neben „weichen“ Indikatoren zur Überprüfung der Erfolgsrate, wie Stimmungen und Handlungsweisen der Kunst- und Kulturindustrie auch „harte“ Indikatoren wie betriebswirtschaftliche Kennzahlen zur Rate zu ziehen.

 

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