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Jährliche ENCATC-Konferenz 2016: Spillover-Expertise gefragt

Bei der jährlichen Konferenz des European Network on Cultural Management and Policy (ENCATC) wurde über Spillover-Effekte referiert.

Diese Effekte sind bekannt: Ehemalige Industriegebäude werden mit neuen, häufig kulturellen oder kreativwirtschaftlichen Nutzungskonzepten zum Leben erweckt und werten das Stadtbild auf. 'Aufwertung' greift allerdings zu kurz – kreative Milieus sind mit ihren wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Spillover-Effekten Keimzellen für die gesamte Stadtentwicklung. Bei der jährlichen Konferenz des European Network on Cultural Management and Policy (ENCATC) vom 7. bis 10. Oktober 2016 in Valencia präsentierte die italienische Wissenschaftlerin Yesim Tonga Uriarte eine der vier Fallstudien, die in diesem Jahr von ecce im Rahmen der European Partnership on Cultural and Creative Spillovers in Auftrag gegeben wurden. Das Forschungsprojekt untersucht die Übertragungseffekte von Lucca Comics & Games, einem der größten Comics- und Gaming-Festivals der Welt. Das Festival beeinflusst nicht nur den Arbeitsmarkt und die Wirtschaft in Lucca positiv, sondern hat der Stadt insgesamt zu einem neuen Image verholfen: War Lucca in der Vergangenheit eher konservativ geprägt, ist es heute viel diverser und offener und hat die Stadt zu einem Anziehungspunkt für die weltweite Comic-Szene gemacht.