ecce - european centre for creative economy

Shaking Hans

Geschüttelt, nicht gerührt: Vom 21.-23. Oktober 2013 führt ecce den Research and Action Workshop (RAW) zum Thema Kultur und partizipative Stadtentwicklung durch. Dabei wird die auf dem FAR13 entworfene Projektidee "Shaking Hans" weiterentwickelt.

Foto: © Annika Schmermbeck

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Beteiligungsstrategien für Skeptiker: Impulse für Stadtentwicklung

Vom „Shaking Hans“ zu Shaking Hands

Essen, 21. Oktober 2013 - Das Wortspiel ist Programm! Geschüttelt und wachgerüttelt werden soll der ewige Skeptiker „Hans“, der missmutige Nörgler, der sich abwendet von neuen Impulsen, während seine Nachbarn längst zwischen den Häuserzeilen gemeinsame Beete anlegen und die Erfolge über digitale Medien verbreiten. Sie pflanzen Gemüse, sie züchten Tomaten und erobern mit gemeinschaftlichen Projekten neue Freiräume. Sie schlagen Brücken zwischen Bewohnern, Institutionen und dem gemeinsamen Lebensraum. Sie reichen sich die Hand und laden ein mitzumachen - auch „Hans“.

„Shaking Hans“ soll Menschen zu mehr Mitsprache in städtischen Entwicklungsprojekten motivieren – mit den Mitteln der Kultur. Die Projektidee wurde von einem zehnköpfigen Workshop-Team um den international bekannten Stadtforscher Charles Landry beim diesjährigen Forum d'Avignon Ruhr in Essen entwickelt. Mit der vertiefenden Ausarbeitung dieser Projektidee befassen sich nun vom 21. bis 23. Oktober rund 25 kreative Köpfe aus dem Ruhrgebiet zusammen mit visionären Querdenkern aus Schweden, England, Spanien und Frankreich - darunter auch erfahrene Praktiker wie z.B. Cedar Lewisohn, Streetartist aus London, Robert Bolin, Artist-in-Residence und Gastwissenschaftler des Interactive Institute aus Göteborg oder Anwohner aus dem Quartier wie Annette Allkemper vom Mehrgenerationenhaus GeKu-Haus. Ziel ist eine Projektausarbeitung, die ein Modell für Städte sein und im Kreativ.Quartier City-Nord einen weiteren Entwicklungsimpuls geben könnte.

"Jetzt geht es konkret um die Frage, wie ein Kulturprojekt helfen kann, dass sich Bürger nicht als Skeptiker der Entwicklung verschließen, sondern zu Aktiven werden", erklärt Bernd Fesel vom european centre for creative economy aus Dortmund. "Wir wollen diese Projektentwicklung nicht im closed-shop der Experten vornehmen, sondern sie für Bürger und Interessierte von Anfang an öffnen. Was man in der digitalen Welt kennt - der User ist Mitgestalter, kann das nicht auch für ein Quartier gelten?" Das Atelierhaus Schützenbahn ist ein exemplarischer Ort für die Entwicklung durch kulturelle Impulse und Bürgerengagement. Zehn Jahre stand das sechsstöckige Gebäude leer, bevor es 2011 von Künstlern bezogen wurde. Das gesamte Kreativ.Quartier ist eine räumliche Ausgangsbasis für den Workshop, die zugleich ein Testgebiet für die Debatte über Bürgerbeteiligung in der Kultur ist. "Denn", Alfons Wafner vom Kulturbüro der Stadt Essen, "im Kreativ.Quartier gibt es seit 2010 eine Entwicklung mit Hilfe von Kulturprojekten. Wir stellen uns die Frage: Wie wurden die Bürger hier einbezogen? Was können wir daraus lernen?" Eine Kooperation mit dem Projekt Waende Südost und eine Exkursion zu dem Bürgerbeteiligungsprojekt von 2012 zur kreativen Gestaltung von Schallschutzwänden entlang der Autobahn runden das internationale Arbeitsmeeting ab. Der Workshop Shaking Hans - Bürgerbeteiligung in der Stadtentwicklung - wird von drei Partnern, dem Forum d'Avignon, Paris, Bilbao Metropoli-30, Bilbao, und ecce, Dortmund, mit der EU-Förderung des Projektes CATALYSE durchgeführt. Die sogenannten "Research and Action Workshops" werden von jedem Partner in Frankreich, Spanien und Deutschland im Anschluss an das jeweilige Forum d'Avignon 2013-2014 durchgeführt. Der Workshop in Essen steht unter der Federführung von ecce. 

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Pressebilder Shaking Hans