ecce - european centre for creative economy

Eröffnungsfeier

Am 4. April 2011 wurde das ecce-Büro in Anwesenheit des Dortmunder Oberbürgermeisters Ullrich Sierau und der Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW Ute Schäfer eröffnet. RUHR.2010-Geschäftsführer Prof. Dr. Oliver Scheytt und ecce-Direktor Prof. Dieter Gorny begrüßten außerdem zwei Vertreter der Europäischen Kommission, Vladimír Šucha  (GD Bildung und Kultur) und Dr. Reinhard Büscher (GD Unternehmen und Industrie) sowie den Städteforscher Charles Landry.

Heute eröffnet ecce!

Montag, 4. April 2011

ecce als Zentrum der Kreativwirtschaft bezieht Stellung im Dortmunder U. Hochkarätige Gäste loben die Vorreiterrolle in Europa - Kreativwirtschaft hilft auch konventioneller Industrie, innovativer zu sein.

Am heutigen Tag begrüßte Dieter Gorny als Direktor des european centre for creative economy – kurz ecce - in den neuen Büroräumen des Dortmunder U hochrangige Gäste aus Politik, Kultur und Wirtschaft. Die Vertreter des Landes, der EU-Kommission, der Partner wie Abgesandte vom Forum d’Avignon oder Creative Factory Rotterdam beglückwünschten ecce zu diesem Schritt und prononcierten erneut die entscheidende Bedeutung des europäischen Zentrums für Kreativwirtschaft.

 

Mit der Einweihung des ecce Büros am Dortmunder U setzt NRW die 1999 mit der 1. Europäischen Tagung Kreativwirtschaft auf Zollverein begonnene Vorreiterrolle in der Kreativwirtschaft in Europa fort. Schon 2008 forderte der 5. Kulturwirtschaftsbericht des Landes NRW die Gründung eines europäischen Zentrums in NRW.

Die Kulturhauptstadt Ruhr.2010 war die erste ihrer Art, die die Kreativwirtschaft fokussierte und nachhaltig förderte und Impuls dafür, dass jetzt im Kontext neuer europäischer Initiativen für Kreativwirtschaft – Grünbuch 2010 / European Creative Industries Alliance 2011 – das european centre for creative economy gegründet werden konnte – rechtzeitig um die europäischen Potenziale hier zu verankern. Europa und Kreativwirtschaft: Das waren und das sollen zwei Erfolgsfaktoren für die Metropole RUHR und NRW bleiben.

Reinhard Büscher, Leiter der Generaldirektion für Unternehmen und Industrie der Europäischen Kommission, bekräftigte vor Ort: „Kreative Industrien sind mehr als Kultur und Kunst, sie repräsentieren höchst dynamische Berufe mit transformativer Energie, die den strukturellen Wandel antreiben und intelligenten, nachhaltigen Wachstum erreichen. Der kreative Input und die Überschusseffekte von der Kreativindustrie in die traditionelle Industrie trägt dazu bei, die gesamte Wirtschaft innovativer zu machen."

Ullrich Sierau, OB der Stadt Dortmund, betonte den Stellenwert des Instituts im politischen Gesamtkontext: "Der Strukturwandel in Dortmund vollzog sich bisher von Stahl, Kohle und Bier zu Hochtechnologie, Logistik und Dienstleistung. Mit der Eröffnung von ecce macht die Kreativwirtschaft einen großen Schritt dahin, bald als vierte tonangebende Branche in Dortmund genannt zu werden."

Städteforscher und Publizist Charles Landry gratulierte ecce am heutigen Tag mit den Worten: „ecce hat das Potenzial, sich selbst als "Zentrum" für kreative Städte in Europa zu etablieren.“ Bereits 1993 bis 1995 forschte der damals noch unbekannte Stadtforscher Charles Landry im Ruhrgebiet und in England und veröffentlichte danach das bahnbrechende Buch "The Creative City: A Toolkit for Urban Innovators“. Heute ist Landry wieder im Ruhrgebiet tätig, für die RUHR.2010 – diesmal mit einer vergleichenden Studie über Kulturstädte in Europa, die im November 2011 auf dem berühmten Kultur- und Wirtschafts-Kongress "Forum d’Avignon" vorgestellt wird, das der französische Staat 2008 anlässlich der EU-Ratspräsidentschaft gegründet hat. Damit ist ein weiteres Aktionsfeld von ecce benannt: Die Metropole RUHR im Europäischen Dialog als Treiber für Kreativwirtschaft auch nach 2010 zu positionieren – mit allen damit verbundenen Vorteilen für die Region.

Das Ruhrgebiet kann durch die Nutzung auch europäischer Töpfe für Kultur und Kreativwirtschaft ihre Strategien realisieren: Hierbei geht es um die Entwicklung urbaner Freiräume für Künstler und Kultur- und Kreativwirtschaft, exemplarische Beispiele aus 2010 sind das Musikzentrum Bochum, aber auch Harmonie e.V. und "Ein Monat Marxloh" in Duisburg oder die Games Factory in Mülheim. Weiterhin liegt der Fokus auf der Förderung von Köpfen und Talenten – sei es durch Branchen-Kommissionen oder den Talentpreis für junge Kreative. Und zu guter Letzt wird das Augenmerk auf die Förderung von Messen wie der Living Games oder den Aufbau einer neuen europäischen Kongressmesse gelegt – parallel zur Verleihung des Innovationspreises für Kulturstädte in Kooperation mit der EU-Kommission.

Als innovatives Zentrum der Kreativen Ökonomie von europäischer Bedeutung hat Kulturministerin Ute Schäfer heute das Europäische Zentrum für Kreativwirtschaft ecce bei seiner Eröffnung im Dortmunder U-Turm bezeichnet: "In den drei Jahren seiner Existenz ist ecce zu einem erfolgreichen Zentrum der europäischen Vernetzung geworden."

Dokumentiert werden diese transformativen Kulturentwicklungen durch das Web-TV und Blog-Forum 2010LAB.tv, ein europäisches Portal für Kultur- und kreative Städte. Das 2010lab beobachtet und begleitet den Wandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft im Ruhrgebiet sowie in europäischen Partnerstädten und nimmt dabei den Impulsgeber wie auch Wirtschaftsmotor "Kultur" in den Fokus. Es berichten 20 Autoren aus zur Zeit 10 Staaten für das LAB über die Kultur, die Städte und ihre Zukunft verändert.

Zur Eröffnung des ecce Büros startet übrigens das 2010lab die weltweite Kommunikation der "Fliegenden Bilder" von Prof. Adolf Winkelmann.
Diese größte Outdoor-Medienkunst in Europa wird dann mittels einer Live-Webcam in HD-Qualität 24 Std. am Tag international erfahrbar sein – zunächst exklusiv auf www.2010lab.tv. Die fliegenden Bilder an der Krone des Dortmunder U stehen auch für den Erneuerungsimpuls, den die Medienkunst und die Media-Facades heute in vielen Städten Europas auslösen. Sie senden zwei Botschaften – ein "must see" an Touristen und ein "you can" an Künstler! Film- und Medienkunst sind mehr als Dekoration von Gebäuden, oft sind sie Initiator, frühere industrielle Gebäude oder Quartiere neu zu nutzen: Sie sind Erneuerer durch Kunst – und dazu wollen sie mit der Webcam über die künstlerische Erfahrung hinaus aufrufen und einladen.

Dieter Gorny freute sich sehr über die vielen Fürsprecher und bekräftigte die positiven Stimmen der Gäste: „Das europäische Zentrum für Kreativwirtschaft ecce bezieht seine Räume am Dortmunder U und belegt dadurch den Nachhaltigkeitsanspruch der Kulturhauptstadt RUHR.2010, nämlich die Entwicklung der Kreativwirtschaft sowohl im europäischen als auch im regionalen und Landeskontext weiter voranzutreiben. ecce unterstreicht dadurch einmal mehr die Bedeutung der Branchen für den kulturellen und gesellschaftlichen Wandel.“

Quelle: LABKULTUR.TV

Aufmacherfoto

Sprachen zur Eröffnung von ecce (v.l.):
Vladimír Šucha, Europäische Kommission, Generaldirektion Bildung und Kultur
Prof. Dieter Gorny, Künstlerischer Direktor des european centre for creative economy – ecce
Dr. Reinhard Büscher, Europäische Kommission, Generaldirektion Unternehmen und Industrie
Prof. Dr. Oliver Scheytt, Geschäftsführung RUHR.2010 GmbH
Ullrich Sierau, OB Stadt Dortmund
Ute Schäfer, Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport; Lehrerin
Charles Landry, renommierter Städteforscher und Publizist, London

Fotos: Vladimir Wegener

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