ecce - european centre for creative economy

Jahrestagung Kultur- und Kreativwirtschaft Ruhr 2010

MARKE RUHR etablieren

Im Rahmen des Zeltfestivals Ruhr 2010 fand am 03.09.2010 am Kemnader See in Bochum/Witten die 2. Jahrestagung Kultur- und Kreativwirtschaft Ruhr statt. In 3 Expertenworkshops wurden Fragen um Bildung, Urbanität, Kommunikation und
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Kultur- und Kreativwirtschaft diskutiert. Ein zentrales Thema dabei bildete die Bildung der Marke "RUHR" über das Kulturhauptstadtjahr hinaus.

 

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Abschluss der 2. Jahrestagung Kultur- und Kreativwirtschaft

Weitere Impulse für die Entwicklung der Kultur- und Kreativwirtschaft Ruhr im Jahr 2011 setzen, das war das Hauptziel der 2. Jahrestagung beim Zeltfestival Ruhr in Bochum. Die Ergebnisse der Konferenz werden in ein Grünbuch über die Kultur- und Kreativwirtschaft einfließen.

Bei der zweiten Jahrestagung Kultur- und Kreativwirtschaft Metropole Ruhr am 3. September 2010 versammelte sich erneut die "kreative Szene" zu den Themen Bildung, Urbanität, Kommunikation und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Das Grünbuch wird nach der Tagung aufgelegt und enthält die Themen, die heute Prof. Dieter Gorny (Direktor european centre for creative economy | ecce) und Bernd Fesel (stellv. Direktor ecce) in der Bochumer Marienkirche vorstellten.

 

Das Grünbuch soll die Debatte über das Potenzial und die Zukunft der Kultur- und Kreativwirtschaft in der Metropole Ruhr voranbringen, denn es gibt für Kreative im Ruhrgebiet noch reichlich Handlungsbedarf: Hochschulen und Lehrangebote bereiten noch nicht genügend auf das Marktgeschehen, z.B. in Musik, Architektur, Design, Film, Kunst und Literatur vor. Mit der Branchenentwicklung der Kreativwirtschaft entstehen auf Seiten der Arbeitgeber gleichzeitig neue oder veränderte Bedarfe bei der Rekrutierung von Nachwuchskräften. Hier müssen Bildungsangebote optimiert werden, um neue Ausbildungsberufe, Qualifizierungsmöglichkeiten und verstärkt Gründungen aus Hochschulen zu schaffen.

"Ein Markt mit 55.000 Mitarbeitern braucht eine regionale Branchenvertretung - und einmal im Jahr einen Diskurs über die Chancen und Risiken der Kultur- und Kreativwirtschaft RUHR. ecce baut dies seit 2009 erstmals auf und legt in 2010 aus gegebenen Anlass den Fokus auf eine zentrale Forderung aus der Szene: Eine starke Kulturmarke RUHR! Eine attraktive Kulturmarke RUHR stärkt die rund 11.000 Betriebe der Kreativwirtschaft - aber auch den Kulturtourismus, die Kunstmuseen, die öffentlichen Kulturbetriebe und die Lebensqualität in den Städten. Alle profitieren von einer Kulturmarke RUHR. Darauf darf auch in 2011 nicht verzichtet werden", erklärt Prof. Gorny.

Weitere Bedingungen müssen verbessert werden, damit Kreativwirtschaft Ruhr noch erfolgreicher wird. Die Banken des Ruhrgebiets könnten sich der Finanzierung der Kreativwirtschaft öffnen, die IHK's könnten ihre Angebote adaptieren, die Einstufung als Freiberufler bzw. zur Gewerbesteuer (Risiko "rückwirkende Zahlungen") kann besser werden - und die behördlichen Genehmigungen für Außengastronomie und Sonderveranstaltungen, die zur Steigerung der urbanen Lebensqualität sowie der Aufenthaltsqualität für Touristen beitrage, vereinfacht werden.

Forciert werden soll zudem der Prozess einer Markenentwicklung für das Ruhrgebiet. Strategien, wie eine aus Kulturideen geborene Marke auch Einzelhandel und Industrie vertreten kann, werden ebenso aufgeführt wie konkrete Beiträge, die RUHR.2010 für eine Marke "RUHR" geleistet hat.

Diese Felder und Themen fasst das Grünbuch zusammen, welches so zu einem ein Anforderungs- und Forderungsprofil wird, das sich an Städte, die Region, das Land NRW sowie die EU-Kommission richtet, um die Kreativwirtschaft in der viertgrößten Region Europas zu stärken. ecce wird sich daher auch aktiv in die Creative Industries Alliance der EU Kommission, die im Oktober 2010 startet, einbringen.

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