Das Forum d'Avignon Ruhr gründet auf einer deutsch-französischen Partnerschaft zwischen dem 2008 etablierten Think Tank Forum d'Avignon und ecce. Ziel ist es, einen Beitrag zur Gestaltung der Zukunftspolitik zu leisten, indem europäische MacherInnen und DenkerInnen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur zusammengeführt werden.

FAR13

FORUM D'AVIGNON RUHR 2013

#FAR13: EUROPA 2020 - KULTUR IST DER SCHLÜSSEL

Das 2. Forum d'Avignon Ruhr fand am 27./28. Juni 2013 in Essen statt.

PROGRAMM UND THEMA 2013

Das Forum d'Avignon Ruhr 2013 fand vom 27. bis 28. Juni im PACT Zollverein  unter dem Leitsatz "Europa 2020 - Kultur ist der Schlüssel" in Essen statt. 220 Spitzenkräfte der Wirtschaft, Politik und Kultur aus 15 Nationen nahmen teil. Workshops, Redebeiträge und Podiumsdisskusionen gestalteten die Konferenz, die sich den Übertragungs-Effekten von Kultur in andere wirtschaftliche und gesellschaftliche Bereiche widmete.

 

Von der Kraft kultureller und kreativer Grenzüberschreitungen, von "Spillover-Effekten", handelte das Forum d'Avignon Ruhr 2013. Die Konferenz wollte diese Spillover bzw. Übertragungs-Effekte von Kultur auf verschiedene Bereiche untersuchen und diskutieren: Was trägt Kultur und Kreativwirtschaft zum Bereich Wirtschaft und Arbeit, zu Stadtentwicklung, Energiewende und Interkultur bei? Wo liegen die Potenziale der Kultur für die Bewältigung der Europäischen Krise, vor allem in Städten? Wo sind die guten Beispiele und wie lassen sich deren Potenziale konkret und vor Ort erschließen? Welche Rahmenbedingungen kann Europa dafür schaffen? Und was kann eine Veranstaltung wie das Forum d'Avignon Ruhr selbst zum nachhaltigen Nutzen beitragen? Dies sind die Themen, die das Forum d'Avignon Ruhr 2013 bearbeitete: zum einen in hochkarätig besetzten Debattenrunden, zum anderen in interaktiven Formaten, in denen verschiedene Teilnehmerkreise gemeinsam in Dialoge und Arbeitsprozesse gingen. Die Konferenz war diesmal Gast des choreografischen Zentrums PACT Zollverein. Dessen Räumlichkeiten in der ehemaligen Waschkaue des berühmten Bergwerks eigneten sich hervorragend für die interaktive Struktur des Forums d'Avignon Ruhr 2013 und stehen gleichermaßen für das transformative Potenzial von Kultur und Kreativität.

DIE STUDIE: SPILLOVER-EFFEKTE

Die Kultur- und Kreativwirtschaft wirkt in andere Branchen und liefert wichtige Impulse für das Ruhrgebiet. Diese Impulse, in ihren Auswirkungen als Spillover-Effekte bezeichnet, gewinnen zunehmend auf breiter Ebene und in den unterschiedlichsten Bereichen an Bedeutung. Doch welche Bedingungen und Voraussetzungen ermöglichen oder verhindern Spillover?

Die von ecce herausgegebene Studie "Spillover-Effekte von Kultur und Kreativwirtschaft im Ruhrgebiet" wurde von Januar bis Juni 2013 erarbeitet, über 120 AkteurInnen aus der Kultur und Kreativwirtschaft haben sich an dem Forschungsprozess zur Studie beteiligt. Hierzu wurden eine Online-Befragung und vier Open-Space-Veranstaltungen durchgeführt, deren Ergebnisse auf dem 2. Forum d'Avignon Ruhr in Essen präsentiert und in Artistic Thinking Workshops weiterentwickelt wurden. Die gesamten Studienergebnisse sind im Rahmen der Publikation "Kultur ist der Schlüssel" erschienen.

  • Studienergebnisse und Publikation

    Spillover-Effekte von Kultur und Kreativwirtschaft im Ruhrgebiet - Die Ergebnisse

    Die von ecce herausgegebene Studie "Spillover-Effekte der Kultur und Kreativwirtschaft im Ruhrgebiet" wurde von Januar bis Juni 2013 unter der Leitung von Dr. Bastian Lange durchgeführt. Der Forschungsprozess selbst war innovativ durch Formate wie Open Spaces und Artistic Thinking Workshops gestaltet und brachte die Ideen der Akteure zu möglichen Spillover-Effekten auf Augenhöhe in den politischen Dialog beim Forum d'Avignon Ruhr 2013 ein. Im Folgenden stelt Bastian Lange Methodik und Forschungsprozess vor, legt die Meinungen der Akteure sowie mögliche Schlussfolgerungen für die Politik dar, die er aus den Studienergebnissen ableitet. Eine zentrale Erkenntnis ist, dass es im Ruhrgebiet eine neue Generation von KulturakteurInnen gibt. Bastian Lange hat neun exemplarische Typen entworfen, die die Perspektiven auf Kultur und auf ihre Effekte in die Gesellschaft verändern und schärfen können. Die Studie ist im Rahmen der Publikation "Kultur ist der Schlüssel" gemeinsam mit der Dokumentation zum Forum d'Avignon Ruhr erschienen

     

     

     

    Abstract – Das Ruhrgebiet als Makerspace

    Ergebnisse eines explorativen Forschungsansatzes

     

     

    Text: Dr. Bastian Lange

     

    Anlass der Forschungsstudie: Kultur und Kreativwirtschaft werden in Zukunft sowohl von Politik und Gesellschaft als auch von Markt und Zivilgesellschaft immer stärker daran bemessen, welchen Einfluss sie auf die Lösungen von fundamentalen Problemen und globalen Her-ausforderungen nehmen können. Im EU-Sprachgebrauch richtet sich der Diskurs daher auf sogenannte Spillover, kulturinduzierte Überschwappeffekte in andere Branchen und gesellschaftliche Handlungsfelder.

     

    Die Fragestellung lautet: Welche Spillover-Innovationen lassen sich in den zentralen Handlungsfeldern (Energieeffizienz, Interkultur, Metropolentwicklung, Wettbewerbsfähigkeit) des Ruhrgebiets identifizieren? Auf der Basis einer standardisierten Befragung sowie von vier Leitthemen bezogenen Open Space Veranstaltungen mit fast 50 teilnehmenden Initiativen, jungen Entrepreneuren und Verbänden, ergeben sich folgende Ergebnisse:

     

     

    Kultur-Spillover wirken in städtische Räume…

     

    Neuer Raumbedarf von Kulturproduzenten trifft auf große Leerstände in Form alter Industrieareale. Durch intelligente Umnutzungen können Kulturproduzenten in solchen Baustrukturen neue Formen des Arbeitens und Produzierens eröffnen. Dies können nachbarschaftsorientierte Werkstätten sein wie ebenso neue Begegnungsformate wie zum Beispiel Stellwerk e.V. aus Witten, Borsig11 oder Co-Working Arbeitsplätze, wie die Ständige Vertretung in Dortmund. Kulturproduzenten fordern ebenso "pubertierende Räume", Orte und Kontexte, in denen man sich ausprobieren darf und in denen Autori-täten gerade jüngere Generationen "einfach mal machen lassen".

     

    Kultur-Spillover wirken in Wirtschaft und die Organisation von Arbeit…

     

    Generell wird die Wirtschaftsstruktur insgesamt kleinteiliger und granularer, Freelancer und Soloselbständige spielen eine größere Rolle. Kulturproduzenten initiieren neue wissensbasierte Wertschöpfungen. Sie liefern einerseits symbolische Produkte. Anderseits zeigt sich, dass Soloselbständigen Innovationsprozesse neu entfachen. Abseits suburbaner Silos, in denen isoliert geforscht wird, zeigen sich dann kollaborative Lösungsprozesse für neue Arbeitsformen und Arbeitsorganisation. Der Büroverbund "bureau hintenlinks", die "Ständige Vertretung" in Dortmund sowie das Unperfekthaus in Essen zeigen es. Arbeitsprozesse öffnen sich in die städtische Gesellschaft hinein und generieren wiederum selbst neue städtische Orte.

     

    Kultur-Spillover wirken in Klima und Energie

     

    Fragen der Energieeffizienz und des Klimawandels sind Aufforderung zum Sparen, zum Verzicht ge-wohnter Handlungen. Kulturproduzenten im Ruhrgebiet zeigen, dass die Herausforderung Klimawandel und Energieeffizienz positive Assoziationen wecken kann. Das n.a.t.u.r.-Festival in Bochum ist ein Beispiel, wie Energie gespart werden kann und wie daraus Spaß, Bewusstsein und eine neue Mit-machkultur an die Stelle von technokratischen Verpflichtungen für eine Bürgerbeteiligung tritt.


    Kultur und Spillover wirken in die interkulturelle Gesellschaft

     

    Wir sprechen Interkultur als Spannungsfeld für vielfältige kulturelle und lokale Ressourcen im Ruhrgebiet an. Wir identifizierten migrantische Milieus, die aufgrund ihrer transnationalen Netzwerke Ansätze zum Ausdruck bringen, neue Heimaten und neue Öffentlichkeiten und Übertragungseffekte herstellen. Dabei geht es vielen längst nicht mehr um Fragen der Integration oder Auseinandersetzung um geographische Herkunft oder ethnische Zugehörigkeit – vielmehr wird das heterogene Ruhrgebiet als Ort wahrgenommen, der Identität schafft und neue Lebensstile zu Tage fördert. Beispiele sind das Kreativzentrum Vest, das türkische Filmfest Ruhr, Freie Radikale sowie Pottporus e.V.

     

    Erste Lehren

     

    Unsere explorative Studie zeigt, dass gerade eine junge Machergeneration im Ruhrgebiet antritt, variantenreiche Angebote zur Krisenbewältigung vorzutragen. Do-it-yourself ist nicht eine Notlösung, vielmehr eine elementare und erstrebenswerte Notwendigkeit, eine Kultur des Do-it-better in die Welt zu tragen!

     

    Landes- und  Kommunalpolitik muss stärker als bisher insbesondere kreative Szenen finanziell, symbolisch und argumentativ stützen. Sie muss neue kulturelle Orte stabilisieren, damit die Wirkungen nachhaltig die Transformation des Ruhrgebiets bestimmen. Des Weiteren muss die Sichtbarkeit der Do-it-better-Spillover vermittelt werden. Positive Spillover-Effekte dürfen aber nicht zum Bumerang für die Initiatoren und Macher werden: Projekte dürfen aufgrund ihrer Spillover-Effekte nicht durch das Förderraster fallen, wenn sie z.B. als Kulturprojekt starteten und zum Stadtentwicklungsprojekt avancierten. Bestes Beispiel: ist das Dortmunder Projekt Borsig 11: Die Kulturaffinität wird dort eng gefasst, sodass ein Co-Working Space mit Menschen verschiedenster Kulturen nicht unter die Idee des "Kultur"-Projekts fällt und somit die Förderung bedroht. Kulturproduzenten sind die Neuen MAKER des Ruhrgebiets. Politik muss ihre Leistung, ihre Vernetzung und ihren Ideenreichtum intelligenter fördern und nutzbar machen. Politik darf dann auch schnell, unbürokratisch und ansprechbar sein, so wie es jüngere digitale Förderplattformen (startnext, kickstarter, betterplace…) demonstrieren.

     

    Ortsspezifische Dialoge auf Augenhöhe, Politik mit statt für Kulturproduzenten, Lernbereitschaft statt Routinen, das sind die Gebote für die Politik der Stunde, um die Zukunftsfähigkeit des Ruhrgebiets zu sichern.

  • Forschungsvorhaben

    Kultur und Kreativwirtschaft wirken in andere Branchen und liefern wichtige Impulse für das Ruhrgebiet. Diese Impulse, in ihren Auswirkungen als Spillover-Effekte bezeichnet, gewinnen zunehmend auf breiter Ebene und in den unterschiedlichsten Bereichen an Bedeutung. Doch welche Bedingungen und Voraussetzungen ermöglichen oder verhindern Spillover?

     

     

    Fragestellung und Erkenntnisinteresse

    Um die Leistungsfähigkeit und Lösungskompetenz der Kultur und Kreativwirtschaft für die regionale Entwicklung im Ruhrgebiet stärker zur Geltung zu bringen, hat ecce unter der Leitung von Dr. Bastian Lange die Spillover-Effekte der Kultur und Kreativwirtschaft im Ruhrgebiet untersucht. In Zeiten vielfältiger globaler und europäischer Krisen gelten Kulturschaffende längst nicht mehr als bloßer Garant für das Schöne, Kritische und Gute: KulturproduzentInnen und Akteure aus Kultur und Kreativwirtschaft sind mehr denn je in der Lage, Innovationen mit den ihnen eigenen Sichtweisen, Ansätzen, Praktiken sowie Lösungsprozessen vorzulegen. Dabei wirken sie in die Bereiche Stadtentwicklung, Wirtschaft/Neue Arbeit, Energie/Klima und Interkultur positiv ein. Sie sind die InnovatorInnen der Zukunft. ecce analysiert exemplarisch die Ausprägungen vielfältiger Spillover-Prozesse und weist dabei auf die zukünftige Rolle von Kultur und Kreativwirtschaft hin: Sie kann mehr und wird stärker als bisher gebraucht, um Antworten zu geben auf die Neuformierung des regionalen Gemeinwohls.

     

     

    Zielerwartung der Forschungsstudie

    Die Studie untersucht Spillover-Effekte in vier als für das Ruhrgebiet relevant erachteten Handlungsfeldern: Stadtentwicklung, Wirtschaft/Neue Arbeit, Energie/Klima und Interkultur. KulturproduzentInnen und Kreativakteure des Ruhrgebiets werden dahingehend befragt, in welche Sektoren (privat, intermediär, öffentlich) sie mit ihrer Praxis einwirken, welche Ausdrucksform ihre Tätigkeit dabei hat (materiell, ideell, prozessbezogen) und welchen Umfang dies einnimmt. Die Effekte in die Kundenstruktur werden differenziert durch primäre, sekundäre, tertiäre und quartäre Effekte (Prognos 2012). Auf der Grundlage der empirischen Bemessung von Spillover-Tätigkeiten der KulturproduzentInnen und Kreativakteure erfolgt eine abschließende Kontextbewertung ihrer Produktionsbedingungen. Dieser Teil liefert Hinweise für die zukünftige Ausgestaltung von Maßnahmen und des Policymaking im Ruhrgebiet/NRW. Dabei werden auch internationale Vergleiche für das Ruhrgebiet abgeleitet. Ziel ist es, die Spillover-Effekte der KulturproduzentInnen und Kreativakteure im Ruhrgebiet zu verbessern.

     

     

    Folgende Leitfragen stehen im Vordergrund:

    1. 1. Wie lassen sich Spillover-Effekte von KulturproduzentInnen und Kreativakteuren aus Kultur und Kreativwirtschaft im Ruhrgebiet erfassen?
    2. 2. Wie lassen sich Spillover-Effekte in den vier Handlungsfeldern Stadtentwicklung, Wirtschaft/Neue Arbeit, Energie/Klima und Interkultur abbilden?
    3. 3. Welche Struktur und welchen Umfang haben diese?
    4. 4. Wie kann die Spillover-Tätigkeit der KulturproduzentInnen und Kreativakteure durch verbesserte Rahmenbedingungen politisch gefördert und unterstützt werden?

     

     

    Verwendete Methodiken

    1. 1. Screening, Best Practice Recherche
    2. 2. Online-Befragung von KulturproduzentInnen und Kreativakteuren im Ruhrgebiet
    3. 3. Qualitative Fokusinterviews im Rahmen von 4 Open Space Veranstaltungen
    4. 4. Ergebnisse aus den Artistic Thinking Workshops im Juni im Rahmen des Forum d'Avignon Ruhr

     

     

    Diskussionsstand

    Die Fachdiskussion um die Präzisierung von Spillover durch KulturproduzentInnen und Akteure der Kreativwirtschaft oszilliert zwischen einer einerseits relativ euphorischen Zuschreibung von zahlreichen und multiskalaren Effekten und andererseits methodisch schwer zu verortenden Bemessung dieser möglichen Effekte in anderen Branchen und Kontexten. So diagnostiziert die Studie von Prognos/Fraunhofer (2012), dass "Innovationspillovers entlang der gesamten Wertschöpfungskette stattfinden. Zugleich wird diese Ausweitung durch den Einsatz innovativer IKT verstärkt." Auf dieser Basis betritt die hier skizzierte Forschungsstudie Neuland, indem sie detaillierter nach den Effekten und Strukturen von Spillover-Prozessen entlang von vier regional begründeten Handlungsfeldern fragt. Die Studie bezieht sich auf die Ende 2012 vorgelegte Mitteilung, dass Kultur und Kreativwirtschaft als Motor für Wachstum und Beschäftigung in der EU zukünftig besser genutzt werden sollten. Auf dieser Basis werden durch erweiterte qualitative Experteninterviews mit KulturproduzentInnen und Kreativakteuren Handlungsempfehlungen für die Fachpolitik und Administration abgeleitet.

     

     

    Text: Dr. Bastian Lange

  • Open Spaces und Artistic-Thinking-Workshops

    OPEN SPACES

    Zwischen Mitte April und Mitte Mai 2013 fanden unter der Leitung von Dr. Bastian Lange insgesamt vier Open Spaces bei Heimatdesign in Dortmund und im Rahmen des Festival n.a.t.u.r. in Bochum statt. Über 45 ProjektmacherInnen im Ruhrgebiet haben sich an diesen offenen Arbeitsgruppen zu den Themenfeldern Stadtentwicklung, Wirtschaft/Neue Arbeit, Energie/Klima und Interkultur beteiligt und dabei auf starke Netzwerkstrukturen, motivierte "MacherInnen"-Einstellung und extrem hohe Internationalität besonders bei kleineren Aktivitäten im Ruhrgebiet aufmerksam gemacht.

    • 23. April 2013: Open Space "Stadtentwicklung" bei Heimatdesign, Dortmund
    • 24. April 2013: Open Space "Wirtschaft/Neue Arbeit" bei Heimatdesign, Dortmund
    • 6. Mai 2013: Open Space "Interkultur" bei Heimatdesign, Dortmund
    • 13. Mai 2013: Open Space "Energie/Klima" im Rahmen des n.a.t.u.r-Festivals in der Rotunde und in der Butterbrotbar, Bochum

     

    Folgende ProjektmacherInnen haben daran teilgenommen: Die Urbanisten e.V. Ringlokschuppen Mülheim Stadtverwalter e.V. GeoMobile GmbH Bohème Précaire e.V. Ständige Vertretung ROKITTA Design Wände Südost Storp 9 Neue Kolonie West e. V. Machbarschaft Borsig 11 e.V. Stellwerk e.V. Farbwandel.com Büro für Möglichkeitsräume Fraunhofer UMSICHT/DEZENTRALE Dortmund Bureau hintenlinks Union Gewerbehof [ID] factory Nordis Kommunikationsagentur Scheidt‘sche Hallen DASA DiY STADTart Henning Mohr TU Berlin Künstlersiedlung Halfmannshof Hella Sinnhuber Crashtest Nordstadt/Schauspiel Dortmund Zeche Lohberg Dinslaken Pottporus e.V. Globalibre DOMO Teach First Deutschland Kreativzentrum für Rhythmus und Bewegung im Vest Schalke macht Schule Theater Oberhausen Caritasverband Herten Sevengardens Metropole machen Urban Solar Audio Plant Ruhrstadt Gartenmiliz Studio: Umschichten VeloCityRuhr Theater Freie Radikale BlumenPOTT Witten

     

     

     

    Interaktive Workshops

    Die bisherigen Ergebnisse der Spillover-Studie bildeten die Grundlage für vier interaktive Workshops zum Thema "Co-Innovation Spillover", die am Vortag des Forum d'Avignon Ruhr mit 40 ProjektteilnehmerInnen aus dem Ruhrgebiet und Europa stattfanden. In den interaktiven Workshops wurden neue Perspektiven und visionäre Projektideen für die vier Spillover-Felder Stadtentwicklung, Wirtschaft/Neue Arbeit, Energie/Klima und Interkultur entwickelt.

     

    Co-Innovation Spillover: Vier neue Perspektiven

    Text: Peter Schreck

     

    40 InitiatorInnen von inspirierenden Spillover-Projekten aus dem Ruhrgebiet und anderen europäischen Städten haben zusammen neue Perspektiven und visionäre Projektideen für die vier thematisch im Fokus stehenden Spillover-Felder entwickelt: Stadtentwicklung, Wirtschaft/Neue Arbeitswelt, Energie/Klima und Interkultur. Der Prozess und die Ergebnisse, die von den vier Teams in einem kollaborativ angelegten "Artistic Thinking Workshop" am Vortag entwickelt worden sind, wurden im Dialog mit den vier internationalen Experten, die den Prozess aktiv miterlebt haben, vorgestellt.

     

    Die internationalen Experten:

    • Charles Landry (Gründer und Direktor, Comedia)
    • Michael DaCosta Babb (Global Business Development Strategist)
    • Sebastian Olma (Wissenschaftler und Berater, Gründer des Serendipity Lab)
    • Jacob Bilabel (Direktor, Thema1)

     

    Konzept:

    • Peter Schreck (Direktor von Idea Republic)

     

    Facilitator-Team:

    • Eva Breitbach (Artistic Thinking Coach und Kulturmanagerin, Mitbegründerin von Schwarz+Weiss und d.collective)
    • Elisabeth von Helldorff (Design Thinking Coach, Mitbegründerin von Schwarz+Weiss und d.collective)
    • Katja von Helldorff (Arts Facilitator, Gründerin und Geschäftsführerin von Material Mafia)
    • Marie Schmieder (Tänzerin, Tanzwissenschaftlerin, Mitbegründerin d.collective)

     

    Moderation: Paul Owens und Johanna Skantze

     

    Artistic Thinking eröffnet neue Räume für Aktion, Kreativität und Abstraktion und beabsichtigt, ein starkes soziales Gruppengefühl zu bewirken. In den Workshops machen sich die TeilnehmerInnen nicht nur Gedanken zu neuen Lösungsansätzen, sondern visualisieren ihre Gedanken auch auf interdisziplinäre, künstlerische Weise. So entdecken die Akteure neue Verbindungen und Potenziale für Spillover-Effekte zwischen ihren unterschiedlichen Arbeitsfeldern.

Der Veranstaltungsort: PACT Zollverein

Seit seiner Gründung 2002 ist PACT Zollverein  Initiator, Motor und Bühne für wegweisende Entwicklungen in den Bereichen Tanz, Performance, Theater, Medien und Bildende Kunst. Mit einer bundesweit einzigartigen Struktur kommt das Haus im Herzen des Ruhrgebietes in drei Arbeitsschwerpunkten einem sowohl regionalen als auch nationalen und internationalen Gesellschafts- und Kulturauftrag nach, der zur Verortung und Wertschätzung von Tanz und Performance als eigenständige Kunstformen beiträgt: Im Residenzprogramm, an dem KünstlerInnen aus der ganzen Welt teilnehmen, arbeitet PACT Zollverein als Künstlerhaus und schafft einen Raum für konzentrierte Arbeitsprozesse. Der Bereich Plattform initiiert Austausch zwischen KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen und Studierenden verschiedener Disziplinen sowie die kritische Befragung ihrer Methoden und Resultate. Ein dritter Schwerpunkt liegt auf einem profilierten Bühnenprogramm aus Uraufführungen, Koproduktionen und Gastspielen.

 

 

PACT Zollverein