Das Forum d'Avignon Ruhr gründet auf einer deutsch-französischen Partnerschaft zwischen dem 2008 etablierten Think Tank Forum d'Avignon und ecce. Ziel ist es, einen Beitrag zur Gestaltung der Zukunftspolitik zu leisten, indem europäische MacherInnen und DenkerInnen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur zusammengeführt werden.

FAR12
© Forum d'Avignon Ruhr (Ruhr.2010)/Manfred Vollmer

FORUM D'AVIGNON RUHR 2012

#FAR12: FORTSCHRITT GESTALTEN

Die Premiere des Forum d'Avignon Ruhr fand am 8./9. März 2012 in Essen statt.

PROGRAMM UND THEMA 2012

Unter dem Titel "Fortschritt gestalten. Strategische Partnerschaften für Kultur und Wirtschaft in einer digital vernetzten Gesellschaft" fand am 8. und 9. März 2012 das erste Forum d'Avignon Ruhr im SANAA-Gebäude  auf Zollverein in Essen statt. 175 Gäste aus 22 Ländern kamen auf dem Welterbe Zollverein zusammen, um die Rolle von Kunst, Kultur und Kreativität im Zeitalter globalisierter Märkte und digitaler Vernetzung zu diskutieren. Das FAR 2012 begann mit einer Tour über das Welterbe Zollverein und fand seinen Höhepunkt in dem Konferenztag, der sich den Themen "Kultur und Wirtschaft gemeinsam denken", "Die Kunst des kreativen Wandels" und "Erfolgsmodelle kopieren & einfügen" widmete.

STUDIE "CREATIVITY, CULTURE & THE CITY: A QUESTION OF INTERCONNECTION"

Für das Forum d'Avignon Ruhr hat der international renommierte Städteforscher Charles Landry eine qualitative Vergleichsstudie über kreative Städte in Europa und deren Erfolgsfaktoren erstellt. In der Studie werden am Beispiel der Städte Bilbao, Bologna, Krakau, Liverpool, Lille und Ruhr erfolgversprechende kulturpolitische Strategien, um die Attraktivität von Städten zu steigern und wirtschaftlichen Wachstum zu fördern, untersucht. Die Studie analysiert, wie mittels integrativer Strategien aus Kultur, Ökonomie und digitaler Technologie der Wandel von Städten gestaltet werden kann und welche Rolle Kunst, Kultur und kreative Ideen in diesem Prozess spielen.

STUDIE "CULTURAL UNDERTAKING & INVESTMENT: FROM INTUITION TO DECISION MAKING

Von der Intuition zur Entscheidung: wer entscheidet wer in Kultur investiert? Wie werden die Entscheidungen über Investitionen und Kulturprojekte getroffen? Anhand welcher Kriterien und Faktoren werden die Entscheidungen gefällt? Mit welchen Begründungen werden Kulturprojekte gefördert? Wie positionieren sich die unterschiedlichen AkteurInnen: KünstlerInnen, Institutionen, Unternehmen…? Was sind die tiefer liegenden Strategien bei der Entstehung eines Projektes? Diese Fragen beantwortet die Studie der Unternehmensberatung Kurt Salmon für das Forum d’Avignon 2011.

 

 

EUROPEAN STRATEGY 2020

"Europa 2020" ist die Wachstumsstrategie der EU für das kommende Jahrzehnt. In einer Welt, die sich immer weiter entwickelt, wünschen wir uns eine intelligente, nachhaltige und integrative Wirtschaft für Europa. Diese drei Prioritäten, die sich gegenseitig verstärken, dürften der EU und den Mitgliedstaaten helfen, ein hohes Maß an Beschäftigung, Produktivität und sozialem Zusammenhalt zu erreichen. Dieser Wunsch findet seinen konkreten Ausdruck in den ehrgeizigen Zielen, die die Union in den fünf Bereichen Beschäftigung, Innovation, Bildung, soziale Integration und Klima/Energie bis 2020 verwirklicht sehen will. Jeder Mitgliedstaat hat für jeden dieser Bereiche seine eigenen nationalen Ziele festgelegt. Ferner wird diese Strategie durch konkrete Maßnahmen auf Ebene der EU und der Mitgliedstaaten untermauert.

Der Veranstaltungsort: SANAA-Gebäude auf Zollverein

Das Forum d'Avignon Ruhr 2012 fand auf dem Gelände des Welterbes Zollverein in Essen statt. Zollverein, gleichermaßen Zeugnis der Vergangenheit als auch Entstehungsort zeitgenössischer Kunst, gilt als Sinnbild des Wandels durch Kultur und war somit ein idealer Austragungsort für das Forum. Zentrum der Veranstaltung war das eindrucksvolle SANAA-Gebäude. Zollverein, mit seinen vier erhaltenen Schachtanlagen, den Anlagen unter Tage, der zentralen Kokerei, den Halden, seinen Verkehrsanlagen und seinen Arbeitersiedlungen steht exemplarisch für die Kohle fördernde und verarbeitende Industrie des 19. und 20. Jahrhunderts. Mit dem SANAA-Gebäude ist 2006 der erste Neubau auf Zollverein seit 50 Jahren in einem neuen Baustil entstanden. Seit Januar 2010 nutzt die Folkwang Universität der Künste das Gebäude und hat sich damit verbindlich auf dem Zollverein-Gelände angesiedelt.

SANAA-Gebäude auf Zeche Zollverein während des FAR12
© Forum d'Avignon Ruhr (Ruhr.2010)/Manfred Vollmer

SANAA-Gebäude auf Zeche Zollverein während des FAR12

Zeche Zollverein während des FAR12
© Forum d'Avignon Ruhr (Ruhr.2010)/Manfred Vollmer

Zeche Zollverein während des FAR12