
Veranstaltungsort
Das Forum d’Avignon Ruhr find auf dem Gelände des Welterbes Zollverein in Essen statt, welche das bekannteste Industriemonument in der Metropole Ruhr ist. Zollverein, mit seinen vier erhaltenen Schachtanlagen, den Anlagen unter Tage, der zentralen Kokerei, den Halden, seinen Verkehrsanlagen und seinen Arbeitersiedlungen steht exemplarisch für die Kohle fördernde und verarbeitende Industrie des 19. und 20. Jahrhunderts.
Zollverein, Photo: RUHR.2010/Rupert Oberhäuser
Welterbe Zollverein – Freiraum für Inspiration und Innovation
Die Teilnehmer des Forum d’Avignon Ruhr werden das einmalige UNESCO-Welterbe in einer eindrucksvollen Tour mit künstlerischen Performances erleben.
Mit dem Welterbe Zollverein hat sich die Ideenschmiede und Komunikationsplattform Forum d’Avignon Ruhr einen ebenso spannenden und kreativen Ausrichtungsort gesucht. Sowohl im Zeitalter der Industrialisierung, als auch während des Strukturwandels verkörpert Zollverein bis heute Fortschritt und Moderne. Die einst leistungsstärkste Zeche Europas ist heute Zentrum für Kultur und Kreativwirtschaft im Ruhrgebiet und Symbol des gelungen Wandels in der Region.
Als die „schönste Zeche der Welt“ ist Zollverein architektonisch im Stil der Neuen Sachlichkeit gehalten. Inspiriert von der Bauhaustradition dominieren strenge Symmetrie und Geometrie sowohl die einzelnen kubischen Gebäude wie auch ihre Anordnung auf dem Areal.
Im Anschluss an die Stilllegung im Dezember 1986 ist Zollverein unter Denkmalschutz gestellt worden. Ein Jahr später entstand die Idee, Zollverein fortan kulturell nutzen. Der 100 Hektar große Industriekomplex wurde saniert und mit neuem Leben gefüllt. Künstler und Kreative zogen in die Hallen ein.
Nach der Aufnahme in die Welterbeliste der UNESCO im Dezember 2001 präsentierte der niederländische Architekt Rem Koolhaas im Februar 2002 seinen Masterplan für die Umgestaltung Zollvereins.
Auf dem Gelände lassen sich heute außergewöhnliche Eventlocations finden. Darunter Probe- und Aufführungsbühnen, Design- und Kreativbüros, Künstlerateliers, Restaurants sowie Büroflächen. Das Red Dot Design Museum hat auf Zollverein ebenso seine Heimat wie das zum Auftakt des Kulturhauptstadtjahres 2010 eröffnete neue Ruhr Museum in der ehemaligen Kohlenwäsche.
Das SANAA-Gebäude – ein architektonisches Meisterwerk
Das Forum d’Avignon Ruhr wird in den Räumlichkeiten des einmaligen SANAA-Gebäudes stattfinden.
Mit dem SANAA-Gebäude ist 2006 der erste Neubau auf Zollverein seit 50 Jahren in einem neuen Baustil entstanden. Es ist das architektonische Meisterstück des japanischen Büros SANAA (Kazuyo Sejima und Ryue Nishizawa). Ein grauer Kubus, robust und sinnlich zugleich, mit 134 wie zufällig angeordneten Fenstern, die interessante Ein- und Durchblicke auf das Welterbe ermöglichen. Im Kulturhauptstadtjahr 2010 ging die weltweit höchste Auszeichnung für Architekten, der Pritzker-Preis, an das Architekturbüro SANAA.
Seit Januar 2010 nutzt die Folkwang Universität der Künste das SANAA-Gebäude und hat sich damit verbindlich auf dem Zollverein-Gelände angesiedelt. Aber nicht nur Folkwang-Veranstaltungen der unterschiedlichen Genres finden innerhalb dieser außergewöhnlichen Architektur statt. Das Gebäude wird ebenso für Kongresse, Ausstellungen und weitere Events vermietet.

SANAA-Gebäude, Photo: blickwinkel/Stefan Ziese