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Tastbare Kunst für Dortmund

Bildende Kunst ist bisher weitgehend sehenden Menschen vorbehalten. Das spanische Team Estudios Durero tritt an, um das zu ändern und kommt jetzt mit einem von ecce initiierten Pilotprojekt ins Dortmunder U.

© ecce

Mit ihrer 3D-Druck-Technologie DiDu reproduzieren Estudios Durero Kunstwerke und machen diese für Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit spürbar. Ihr Projekt „Touching the Prado“ war 2016 für den von ecce organisierten NICE Award nominiert. In einem Pilotprojekt kommt DiDu jetzt auch nach Dortmund.

Mit der Kooperation reiht sich das Dortmunder Museum am Ostwall (MO) in eine Reihe großer Museen ein. Ausgestellt haben Estudios Durero bereits unter anderem im Prado in Madrid und im Puschkin-Museum in Moskau; eine USA-Tour ist derzeit in Planung. Mit dem Pilot möchte das U aber nicht nur einer Zielgruppe die Tür öffnen. Auch Kinder sollen so an Kunst herangeführt werden, die Sinnerfahrung darüber hinaus einem breiten Publikum angeboten werden.

Um die Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit abzustecken, ein geeignetes Gemälde auszuwählen und das weitere Vorgehen zu bestimmen, waren Ander Soriano und Cristina Sologuren der in Zamudio bei Bilbao ansässigen Firma vor Ort in Dortmund zu einem Arbeitstreffen mit ecce und dem MO, vertreten durch die stellvertretende Direktorin Regina Selter. Der Kontakt war bereits bei der im April stattgefundenen ersten NICE Residency entstanden.

Gemeinsam wurde ein Werk des erst kürzlich verstorbenen deutschen Künstlers K.O. Götz ausgewählt, das nun bis Ende des Jahres von Estudios Durero nachgebildet wird. Der aus Aachen stammende Künstler ist ein wichtiger Vertreter des Informel, der so einem neuen Publikum zugänglich wird.