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„Dźwigacze Kultury!“: ecce präsentiert Netzwerk für Innovationen auf der 1. Kulturkonferenz in Krakau

In schwarz und gelb feierte das Krakow Festival Office sein 20-jähriges Bestehen und veranstaltete dazu erstmalig eine Kulturkonferenz. ecce war vor Ort, um das NICE Netzwerk vorzustellen.

© Wojciech Wandzel, www.wandzelphoto.com

 

Am 4. und 5. Oktober wurde unter dem Motto "Uplifting Culture" die Kultur- und Kreativwirtschaft in Polen aber auch international beleuchtet. Für ecce war Hanna Schönberg vor Ort, um das Netzwerk für Innovationen in Kultur und Kreativität in Europa, kurz NICE Netzwerk, vorzustellen und gemeinsam mit Frank Zumbruch (Creative Music Commission und Start-up Mannheim), Robert Piaskowski (Krakow Festival Office) und Moderator Marcin Poprawski (Adam Mickiewicz Universität Poznan) über die Potenziale, den Einfluss und die Schwierigkeiten zu diskutieren, vor denen die Kultur- und Kreativwirtschaft aktuell steht.

Vormittags war das kulturelle Ökosystem von Städten nur eines der vielen Themen, über die Faith Liddell von Festivals Edinburgh, Andrej Kulig (Stadt Krakau), Rafał Chwała (Inne Brzmienia Art’n’Music Festival) und Marek Wysocki (Centre for Universal Design) diskutierten. Während Faith Lidell von der einzigartigen Zusammenarbeit der zwölf Edinburgher Festivals berichtete, die auch durch die Flexibilität der Stadt ermöglicht wurde, ging Marek Wysocki auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen ein, auf die sowohl Städte aber auch die Kulturbranche verstärkt eingehen müssen,: Es gelte den Zugang zu Kunst und Kultur z.B. durch Design-Maßnahmen zu erleichtern. „Universal Design ist kosteneffizient und funktional, da keine persönlichen AssistentInnen oder Transportmöglichkeiten nötig werden“, warb er für sein Anliegen und nannte die Stadt Gdynia als positives Beispiel. „Wessen Verantwortung ist es, das kulturelle Ökosystem einer Stadt zu verstehen?“, fragte Faith Lidell und nahm damit die Kulturschaffenden selbst in die Verantwortung.

In Workshops am Nachmittag konnten die TeilnehmerInnen sich intensiver mit Einzelaspekten beschäftigen. Jonathan Goodacre von der britischen Audience Agency zeigte anhand von Fallbeispielen wie das derzeit im Trend liegende Thema „Audience Development“ konkret umgesetzt werden kann - unter dem Motto „Verstehe, wer dein Publikum ist. Finde heraus wer es sein könnte.“

Der zweite Tag stand im Zeichen der Kreativwirtschaft. So erläuterten unter anderem David Watt von Arts and Business Scotland und Edward Kuchta von der Autorema Group warum und wie Kunst und Wirtschaft zusammenarbeiten können. „Ohne Kultur kann man keine Marke entwickeln und stärken“, so Wiesław Likus von der Holding Liwa. Kultur trage zudem zum ethischen Rahmen bei und verschaffe nicht nur Hotels und Restaurants Einnahmen.

Für das european centre for creative economy (ecce) erläuterte Hanna Schönberg die Wirkungen von Innovationen der Kultur- und Kreativwirtschaft, die weit über die Kultursparten hinaus reicht. Der Aufruf zum NICE Award 2017, innovative Kulturprojekte zur Stärkung der inklusiven Gesellschaft einzureichen, habe dies erneut belegt. Daher hat ecce erstmals nicht nur die Nominierten für den NICE Award, sondern 50 eingereichte Projekte dokumentiert und online veröffentlicht: Eine Inspiration für Kulturstädte wie Kulturmacher gleichermaßen!

ecce gratuliert dem Krakow Festival Office zur gelungenen 1. Kulturkonferenz!

Das NICE Netzwerk präsentiert sich auf der nächsten Konferenz bei unserem NICE Mitglied Zsolnay Heritage Management in Pécs vom 11. bis 13 Oktober.