
Forum d'avignon Ruhr
Die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010, ihr Institut ecce und das Forum d’Avignon sind eine französich-deutsche Partnerschaft in Form des Forum d’Avignon Ruhr eingegangen. Ziel dieser Kooperation ist es, künftig einen gemeinsamen Beitrag zur Gestaltung heutiger Zukunftspolitik zu leisten, indem sie europäische Führungskräfte aus Wirtschaft, Politik, Medien, Wissenschaft und Kultur zusammenführen.
Fortschritt gestalten.
Strategische Partnerschaften für Kultur und Wirtschaft in einer digital vernetzten Gesellschaft
Mission Statement
2008 wurde im Rahmen der französischen Ratspräsidentschaft mit dem Forum d´Avignon eine der führenden Forschungs- und Dialogplattformen in Europa entwickelt. Der internationale Think Tank Forum d’Avignon trifft sich jedes Jahr im November unter einem neuen thematischen Schwerpunkt, der jeweils das Zusammenspiel von Kultur, Wirtschaft und Medien beleuchtet. Wie auch die Kulturhauptstadt Europas, eine Initiative der Europäischen Union, die 1985 mit der ersten Kulturhauptstadt Athen begann und sich seither einer immer größeren Beliebtheit erfreut, versteht sich auch das Forum d’Avignon als Ideenschmiede für die gesellschaftliche, kulturelle und ökonomische Entwicklung.
Das european centre for creative economy (ecce) wurde im Rahmen der Kulturhauptstadt RUHR.2010 , die nach dem Motto “Wandel durch Kultur – Kultur durch Wandel” agierte, gegründet. Beide Initiativen setzen auf die strategische Zusammenführung der Bereiche Kultur, Wirtschaft, Medien und Politik.
José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission, hat 2010 die Agenda „Europa 2020“ der Europäischen Union eingeführt. Diese beruht auf dem Konzept des „intelligenten Wachstums“, das durch integrative Strategien neue Zukunftsperspektiven für die verschiedenen Wirtschaftszweige aber auch den Kulturbereich eröffnen soll. Städte und Metropolen stehen mehr denn je im Fokus europäischer Zukunftspolitik.
Deshalb sind das Forum d’Avignon, die Kulturhauptstadt Europas und ecce eine deutsch-französische Partnerschaft eingegangen, um künftig einen gemeinsamen Beitrag zur Gestaltung dieser Zukunftspolitik zu leisten, indem sie europäische Führungskräfte verschiedener Arbeitsfelder in dem erstmals am 8./9. März 2012 stattfindenden Forum d’Avignon Ruhr im SANAA-Kubus auf dem Weltkulturerbe-Areal Zollverein zusammenführen.
Im Wechselspiel mit dem Forum d’Avignon widmen sich die RUHR.2010 GmbH und das european centre for creative economy (ecce) beim 1. Forum d’Avignon Ruhr den ökonomischen, gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen, welche durch die fortschreitende Digitalisierung im 21. Jahrhundert entstanden sind.
Ziel ist es diese Veränderungen zu formen und zu einem nachhaltigen Wachstum durch sektorübergreifende Strategien in Kultur, Wirtschaft, Technologie, Medien und Politik beizutragen.
Der Kontext
Weltweit wird ein kultureller Wandel der Gesellschaft und seismische Verschiebungen der globalen Wirtschaftsaktivitäten beobachtet. Diese Entwicklungen finden vor dem Hintergrund und der Tatsache statt, dass das Tempo der technologischen Veränderungen zu keinem bisherigen Zeitpunkt so schnell und deren Ausmaß so tiefgreifend war und dass die Forderung von Nachhaltigkeit einen essentiellen und unentbehrlichen Faktor der gegenwärtigen und zukünftigen Entwicklung darstellt.
Einerseits verändern sich kulturelle Werte bezüglich des Zugangs und der Nutzung von Kunst und Kultur sowie dessen Rolle in der Gesellschaft, andererseits befindet sich zeitgleich die Produktion von Kunst und wirtschaftlichen Produkten ebenfalls in einer Transformation. Die zentrale Frage dabei ist: Was kann und muss getan werden, um Europa im Spannungsfeld globalisierter Ökonomien, technologischer Innovationen sowie kultureller Tradition und Erfahrung zukunfts- und wettbewerbsfähig zu halten? Dies ist nicht nur eine politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Aufgabe, sondern auch eine Herausforderung, die sich unmittelbar im direkten Lebensraum der Menschen, in den Städten, niederschlägt und nach neuen Ansätzen verlangt.
Wir sind konfrontiert mit tiefgreifenden Veränderungen in Wirtschaft, Technologie und Kultur. Die Herausforderung besteht darin, mit diesen Transformationsprozessen Schritt zu halten, da sie ein großes Zukunftspotential für eine erfolgreiche und nachhaltige Weiterentwicklung Europas und der Städte beinhalten.
Wirtschaftliche und soziale Transformation ist zukünftig, jedoch nicht mehr ohne interdisziplinäre Zusammenarbeit und integrative Strategien denkbar. Nachhaltige Entwicklung in der digitalen Welt darf nicht länger eine alleinig sektorale Herausforderung oder eine nationale Top-Down-Lösung sein, sondern erfordert Partnerschaften neuer Art.