ecce - european centre for creative economy

Creative Industries Policy Award (CIPA)

Der Europäische Preis für Förderpolitik für die Kultur- und Kreativwirtschaft wird vom european centre for creative economy (ecce) entwickelt. Er soll 2012 erstmals stattfinden und der Förderung der Kreativwirtschaft in der Metropole Ruhr und Europa dienen.

Mit dem Award sollen beispielhafte Initiativen auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene zur Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft oder zur Entwicklung einer europäischen Förderpolitik ausgezeichnet werden. Ziel des Preises ist es, die Agenda für die Kreativwirtschaft der Europäischen Kommission auf allen Regierungsebenen in Europa zu etablieren. Zudem soll eine nachhaltige Fortführung der Zielsetzungen des Europäischen Jahres der Kreativität und Innovation 2009 sichergestellt werden, indem beispielhafte Politikinitiativen vor Ort ausgezeichnet werden. Der Award ist in Zusammenarbeit mit der EU-Generaldirektion Bildung und Kultur sowie der Generaldirektion Unternehmen und Industrie entwickelt worden.

Die Auszeichnung wird in fünf Kategorien verliehen, um den zahlreichen Facetten Rechnung zu tragen, die Teil einer erfolgreichen „Kreativstrategie“ sind. Sie reichen von „Talentförderung“ über „Best Practices“ im Bereich der Gründungszentren für Kreativunternehmen bis hin zu beispielhaften Kreativstrategien auf kommunaler Ebene.

Als Vorbild und Quelle der Inspiration für diesen Preis dient der Europäische Filmpreis (EFA), der jährlich von der Europäischen Filmakademie verliehen wird, um herausragende Leistungen im Bereich des europäischen Films anzuerkennen. Die EFA-Preisverleihung findet im Rahmen einer Fernsehgala statt, die in 40 Länder übertragen wird.

Im Oktober 2010 traf ein 25-köpfiger Gründungsausschuss aus 16 Ländern in der Vertretung des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen in Brüssel zusammen, um ein Arbeitspapier für die öffentliche Konsultation zum CIPA zu erarbeiten. Die Veranstalter des Projekts rufen 2011 eine europaweite öffentliche Konsultation ins Leben, um die Akzeptanz des CIPA zu sichern. Mit der Konsultation werden Interessensgruppen in ganz Europa, Vertreter der Mitgliedsstaaten und potentiell interessierte unabhängige Organisationen aufgerufen, ihre Meinung zu dem Award zu äußern und das Juryverfahren mit zu gestalten. Der Gründungsausschuss wird auf rund 100 Mitglieder aus allen Ländern und Branchen der Kultur- und Kreativwirtschaft erweitert. Das neue Gremium wird den Namen „Creative Industries Policies Academy“ tragen und rechtswirksam über die zukünftige Struktur des CIPA entscheiden.

Der erste CIPA soll 2012 in Dortmund stattfinden und von da an jährlich vergeben werden. Zum CIPA wird eine Shortliste von preisnominierten Städten aus ganz Europa erstellt, die im Rahmen einer Kongressmesse, der CreativeEurope, die einmalige Möglichkeit bekommen, sich einem breiten Publikum als Kreativstandort auf internationaler Ebene darzustellen und so zu positionieren. Damit zielt die Kongressmesse darauf ab, kreative Standorte in Europa sichtbar und Interessierten zugänglich zu machen - ein Konzept, das andere Messen wie die "ExpoReal" ebenfalls erfolgreich umgesetzt haben.

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