ecce - european centre for creative economy

Kunst in die Wirtschaft!

Ein von künstlerischen Aspekten geprägtes Klima begünstigt Innovationen auch und gerade in der Wirtschaft - das ist in Europa bereits gelebte These. Mit Unterstützung des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen bringt ecce diesen Ansatz mit dem Projekt  „Kunst in die Wirtschaft!“ ins Ruhrgebiet. Das Pilotprojekt will die Potenziale des Austauschs von Kunst und Wirtschaft erkunden und positive Wechselwirkungen in Gang setzen. Foto: © TILLT

Kunst in die Wirtschaft! Das Projekt

„Kunst in die Wirtschaft!“ – das ist mehr als in Bronze gegossene Statussymbole und Repräsentationsmittel im Marketing großer Konzerne. Das Projekt „Kunst in die Wirtschaft!“ will mit künstlerischen Interventionen neue Perspektiven auf unternehmerische Herausforderungen finden.

Das Projekt „Kunst in die Wirtschaft!“ will dafür werben, Kunst als Impulsgeber für die Wirtschaft einzusetzen und die künstlerische Intervention als Serviceleistung für Unternehmen zu platzieren.
Als kreativer „Eingriff“ in Unternehmensprozesse stellen künstlerische Interventionen eine neue Form innovativer Unternehmensberatung dar und dienen damit zur Verbesserung von Innovationskraft und Wirtschaftlichkeit in Firmen unterschiedlicher Größe, Branche und Organisationsform. Gleichzeitig entstehen neue Tätigkeitsfelder für künstlerische Akteure mit besonderen Kompetenzen, die mit ihren interdisziplinären Ideen, Methoden und Perspektiven an den entscheidenden Stellen Optimierung und Innovation fördern.
„Kunst in die Wirtschaft!“ soll beide Seiten für das Thema sensibilisieren, interessieren und zeigen, welcher Nutzen in einem Kompetenztransfer durch künstlerische Interventionen liegt.

Hintergrund

Viele Beispiele von Kooperationen zwischen Unternehmen und KünstlerInnen zur (Neu)Definition und Gestaltung von Raum und Organisationen, Produkten und Beziehungen, Images und Kommunikation zeugen für den Einsatz von Kunst über ihren Zweck als Repräsentationsmittel hinaus.
Doch nicht nur Konzerne können das Innovationspotenzial von Kunst und KünstlerInnen nutzen. Auch im Mittelstand und in Branchen wie Logistik oder Energie werden mit dem Einsatz von Kunst unerwartete und nachhaltig wirksame Resultate erzielt.
Langjährig erprobte Methoden wie Unternehmenstheater oder Agenturen wie TILLT in Schweden, die seit 13 Jahren erfolgreich am Markt sind und rund 600 künstlerische Interventionen in Organisationen initiiert haben, sprechen für sich - ebenso wie die Organisation Conexiones Improbables in Bilbao, das Dortmunder Forschunglabor IDfactory, die Publikation Innovationsökonomien von Creative.NRW sowie der EU-Creative Clash Report.
Auch auf politischer Ebene werden künstlerische und kulturelle Einflussfaktoren auf ökonomische Prozesse diskutiert. Die Innovationsstrategie des Landes NRW und die Agenda Europa 2020 geben  kulturgetriebenen Innovationen eine neue Priorität, um Herausforderungen im gesellschaftlichen Wandel zu bewältigen.
Das Projekt „Kunst in die Wirtschaft!“ wurde exemplarisch von September bis Dezember 2014 im Ruhrgebiet durchgeführt. Nach einer Workshopreihe für KünstlerInnen und UnternehmerInnen ist ein Handbuch zum Projekt entstanden. Im Metropolraum Ruhr als wirtschaftlich bedeutende Region mit dem dichtesten Kulturnetzwerk Europas sind die Chancen auf einen erfolgreichen Kompetenztransfer hoch: Rund 80.000 Unternehmen treffen auf eine breit gefächerte Kultur- und Kreativwirtschaftsszene. Als Multiplikator an der Schnittstelle Kunst und Wirtschaft konnte das Unperfekthaus im Kreativ.Quartier Essen City.Nord als Partner gewonnen werden.

Dokumentation: Kunst in die Wirtschaft!

2010LAB

Partner

Graphic Recording © by Holger Nils Pohl